Branchenevent

A+A 2021: Von Arbeiten 4.0 bis Exoskelette

Die Arbeitswelt verändert sich und damit rücken Themen wie Nachhaltigkeit, KI und das Arbeiten während einer Pandemie in den Mittelpunkt: Das und mehr steht auf der Agenda des 37. A+A Kongresses für Gesundheit bei der Arbeit in Düsseldorf.

Die diesjährige A+A findet von 26. bis 29. Oktober in Düsseldorf statt.

Die Pandemie hat den Veränderungsprozess in der Arbeitswelt beschleunigt, besonders im Bereich der Digitalisierung. Gleichzeitig rückt das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus von Gesellschaft und Industrie. Dadurch ergeben sich neue Fragen für die Branche: Wie wollen wir eine Welt von morgen gestalten? Wie wollen wir in dieser Welt leben, arbeiten und wirtschaften und dabei gleichzeitig ökologisch und verantwortungsbewusst mit unseren Mitmenschen und den verfügbaren Ressourcen umgehen? Einen umfassenden Einblick, sowie Lösungen und Produkte für die Zukunft der Arbeit möchte die diesjährige A+A geben. Mit mehr als 1.000 Ausstellern öffnet die internationale Leitmesse für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ihre Tore vom 26. bis 29. Oktober auf dem Düsseldorfer Messegelände. Parallel zur Fachmesse läuft der 37. A+A Kongress in Präsenz und digital.

Der Kongress wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi) organisiert und bringt alle zwei Jahre die Akteure und Entscheider des Arbeits- und Gesundheitsschutzes aus Industrie, Handwerk, Verwaltung, Politik und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr unter anderem aktuelle Themen wie Arbeiten 4.0, Möglichkeiten der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz für den Arbeitsschutz, Arbeiten in Pandemie-Zeiten sowie die Umsetzung der Vision Zero. In den unterschiedlichen Veranstaltungsformaten wird zudem über mobiles Arbeiten, Arbeitsschutz in internationalen Lieferketten, Nachhaltigkeit im Arbeitsschutz sowie über die Zukunft der Arbeit in Europa und weltweit diskutiert.

Programmhighlights nach Hallen

Auf der Messe in Halle 10 befindet sich das Kompetenzzentrum für Arbeits- und Gesundheitsschutz. Hier informiert die Basi gemeinsam mit ihren Partnern über Bereiche wie betriebliche Gesundheitsförderung, Gefahrstoffe, Schutzausrüstungen, Unfallversicherung und Regularien. Auf der Sonderfläche der Start-up Zone in stellen junge Unternehmen ihre Innovationen vor - ob Gesundheits-App, VR-Brille oder Hightech-Textilien.

White Paper zum Thema

Im Robotics Park in Halle 10 präsentieren sich Hersteller von Exoskeletten zusammen mit dem Fraunhofer IPA und zeigen, wie diese Technologien bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten oder in unergonomischen Positionen unterstützen können. Drei von Experten ausgewählte Arbeitssituationen, die für industrielle Exoskelette relevant sind, werden dort zugänglich gemacht: Logistik, Montage und Schweißen. Die Parcours wurden vom Fraunhofer IPA und der Universität Stuttgart IFF entworfen und können von den Ausstellern und Kunden für die Erprobung der verschiedenen Exoskelette genutzt werden.

Neben den Produkten und Lösungen der Aussteller bildet das diesjährige Trendforum in Halle 4 mit seinen Vorträgen folgende Trendthemen ab:

  • Digitalisierung + Safety: Vorträge zu den Themen digitale Dokumentation zum Einsatz von PSA, Anschaffung, Wartung, Pflege und Reinigung sowie Erfassung von Beinahe-Unfällen.
  • Digitalisierung + Gesundheit: Präsentation von Gesundheits-Apps, Homeoffice und neue Arbeitswelten.
  • Nachhaltigkeit: Vorstellung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, Kreislaufwirtschaft und ihre Grenzen.
  • Schutz und Hygiene: Best Cases zu Erfahrungen und Learnings bei der Auswahl von PSA (Masken, Handschutz, Desinfektion, etc. inkl. Kombinierbarkeit), CE Konformität und Bewusstsein für Qualität, Umgang mit Gefahrstoffen.

In Halle 6 bietet der Bundesverband Betrieblicher Brandschutz / Werkfeuerwehrverband Deutschland (WFVD) auf seinem großen Aktionsstand eine Sonderschau Betrieblicher Brandschutz und Notfallmanagement. In Live-Vorführungen wird der Einsatz von Chemikalienschutzanzügen (CSA) im Falle eines Austritts von giftigen Substanzen bei einem Unfall simuliert. Dadurch wird aufgezeigt, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Unfälle und die Ausbreitung schädlicher Substanzen in das Grundwasser zu verhindern.

Mittels digitaler Ausstellerdatenbank können Besucher der A+A 2021 alle Informationen zu Ausstellern, Services, Produkten und Ansprechpartnern abrufen. Auch für ein Sicherheitskonzept ist gesorgt: „Mit unserem Hygiene- und Infektionsschutzkonzept als Grundlage können wir der Branche wieder eine A+A im Präsenzformat bieten. Nach einer intensiven Zeit digitaler Kommunikation ist der Wunsch nach persönlichen Begegnungen hoch – auch in der Wirtschaft“, sagt Birgit Horn, Project Director A+A.