TGA testet

„Alexa, was kann der Smart Speaker Sonos One?“

Intelligente Sprachsteuerung, volle Soundqualität und absoluter Datenschutz: Damit wirbt Sonos bei seinen Smart Home-Geräten. TGA hat sich den Lautsprecher Sonos One genauer angesehen und seine Fähigkeiten als Sprachassistent getestet.

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TGA hat den Smart Speaker von Sonos getestet.

Das Entertainment-Segment am Smart Home-Markt wächst ungehalten an und Smart Speaker erhalten immer öfter Einzug in den Haushalten. Die bequeme Steuerung per Sprachbefehl erscheint vielen Nutzern als großer Komfort. TGA hat nun einen Smart Speaker getestet, der nicht nur als Alltagsassistent dient, sondern auch hervorragende Soundqualität mit sich bringt: Der Sonos One.

Lieferumfang und Installation

Der Sonos One-Speaker kommt hochwertig verpackt, ähnlich dem Verpackungs-Stil von Apple. Auch der Lautsprecher selbst ist im modernen, puristischen Design gehalten. Die Funktionalität des Geräts steht hier klar im Vordergrund, der Speaker soll sich zudem nahtlos in seine Umgebung einfügen. Der Lieferumfang ist gering, viel braucht es nicht, um den Smart Speaker zu aktivieren. Er kommt mit einem Stromkabel und einer Kurzanleitung zur Installation sowie rechtlichen Informationen und Hinweisen zur Garantie.

Für eine direkte Routerverbindung kann der Ethernet-Port verwendet werden. So kann der Sonos One auch bei schlechter WLAN-Verbindung genutzt werden. Sowohl die Ethernet-Verbindung als auch die Einrichtung über das WLAN gelingen schnell und einfach in nur wenigen Minuten. Die notwendigen Handgriffe werden im Handbuch und über die zugehörige Sonos-App erklärt. 

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Bluetooth benötigt der intelligente Lautsprecher nicht, er wird rein über die Internetverbindung bedient. Dadurch muss der Nutzer nicht darauf achten, dass er eine bestimmte Nähe zum Lautsprecher einhält. Wo WLAN-Empfang herrscht, besteht auch Sonos-Empfang. Das Sonos-Gerät ist zudem mit AirPlay 2 kompatibel. Apple Geräte die auf iOS 11.4 und höher laufen, können so über AirPlay 2 bedient werden. 

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„Alexa, starte die Musik“

Die Integration des Sprachassistenten Alexa gelingt äußerst schnell und einfach. Dafür muss lediglich die Alexa-App auf dem Smartphone installiert werden und schon können die beiden Apps miteinander verbunden werden. Über die Sonos-App kann dann die Musik aus dem Amazon-Konto oder aus einer Spotify-Playlist gestartet werden. Auch Internet-Radios sind in der App enthalten. 

Aus dem Sonos One erklingt ein kraftvoller und dennoch klarer Sound. Der Lautsprecher hat einen hervorragenden Klang und stellt damit andere Smart Speaker in den Schatten. Das spiegelt sich auch im Preis wieder: 229 Euro kostet der intelligente Lautsprecher. Dafür ist der Sonos One mit einem Verstärker der Klasse D, einem Hoch- und einem Mitteltöner ausgestattet. Das sorgt für klare und exakte Wiedergabe der hohen Frequenzen und einen satten Bass.

Lieber Sprache statt App

Die Speaker-Steuerung über die App ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die App ist sehr simpel gehalten – auch was die Benutzerfreundlichkeit angeht. Will man Musik über den eigenen Spotify-Account abspielen, ist es deshalb einfacher, den Sonos-Speaker in der Spotify-App auszuwählen und den gewünschten Titel direkt dort auszuwählen. 

Besser gelingt die Steuerung über die Touch-Steuerung an der Oberseite des Sonos-Speakers. Mit dieser können Musiktitel übersprungen, pausiert oder gestartet werden. Auch die Lautstärke kann über die Touch-Funktion geregelt werden. Bei einem Smart Speaker ist die Bedienung per App und Touch jedoch nebensächlich. Ertönt das Zauberwort „Alexa“, kann der Nutzer Befehle auch per Sprachbefehl abgeben. Auch mit dem Google Assistant ist der Sonos One kompatibel. So lassen sich smarte Geräte wie das Tado-Heizsystem oder der Ecovacs-Staubsaugerroboter bequem mit der Stimme steuern. 

Apps, Apps, Apps

Sind die zugehörigen Apps der jeweiligen Smart Home-Geräte mit der Sonos-App verbunden, ist die Sprachsteuerung ein Leichtes. Ein großes Manko zeigt sich hier aber schnell – vor allem bei Nutzern mit wenig Smartphone-Speicherplatz: Je mehr smarte Geräte im Haushalt, desto mehr Apps werden benötigt. Es gibt keine Möglichkeit die Geräte durch eine einzelne App zu aktivieren. Eine App für Tado, eine für Ecovacs, eine für Alexa: Das Smartphone wird damit zum Abstellraum für App-Leichen. Das ist keineswegs ein Problem von Sonos, sondern eine allgemeine Herausforderung für den Smart Home-Markt, die Nutzern schnell auf die Nerven gehen kann. 

Neben der Steuerung von Smart Home-Geräten und der Musikauswahl kann der Sonos One auch für andere alltägliche Tätigkeiten verwendet werden. Alexa und Google Assistant können nach dem Wetter gefragt oder um die neuesten Nachrichten gebeten werden. 

Datenschutz-Lampe

Ein interessantes Feature, das Sonos auf seiner Webseite mehrfach anpreist, ist die LED-Anzeige auf der Oberseite des Speakers. Leuchtet diese, wird dem Nutzer vermittelt, dass das Mikrofon eingeschaltet ist und das Gerät aufzeichnet. Das soll für transparenten Datenschutz sorgen. Beim TGA-Test ging das Lämpchen brav zum jeweiligen Zeitpunkt an und aus. Bei der Frage, ob das Mikrofon wirklich nur aktiviert ist, wenn die Anzeige leuchtet, muss der Nutzer dem Hersteller aber vertrauen. 

Für smarte Musikliebhaber

Mit seinem stolzen Preis ist der Sonos-Speaker deutlich teurer, als Geräte von Amazon oder Google. Dafür besticht er auch mit einer hervorragenden Soundqualität sowie einwandfreier Funktionalität. Wer gerne Online-Musikdienste nutzt und Interesse an einem vernetzten Soundsystem hat, ist mit dem Sonos One gut beraten. Möchte man anstatt des vollen Musikgenusses jedoch nur die Vorzüge der intelligenten Sprachsteuerung nutzen, ist man auch mit einem günstigeren Modell gut aufgehoben.