Studie

Amerikaner kaufen Klopapier im Wert einer Rolex

Eine neue Umfrage zeigt, dass viele US-Amerikaner ein Bidet nur dann kaufen würden, wenn sie dadurch Geld sparen könnten – und gleichzeitig nicht realisieren, dass sie Unsummen für Toilettenpapier ausgeben. Doch: Sie haben auch ein schlechtes Gewissen.

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Amerikaner werfen ihr Geld vielleicht nicht aus dem Fenster – aber ins Klo. Denn der durchschnittliche US-Bürger wird in seinem Leben 11.198 Dollar für Toilettenpapier ausgeben. Das hat das Marktforschungsunternehmen Onepoll in einer aktuellen Studie erhoben. Die Studie wurde vom Bidet-Produzenten Tushy in Auftrag gegeben.

Die Studie befragte 2.000 Amerikaner und ergab, dass jeder im Schnitt 182 Dollar im Jahr für Klopapier ausgibt. Ein interessanter Aspekt: Seit Beginn der Corona-Krise werden durchschnittlich 15 weitere Dollar pro Monat für das Papierprodukt ausgegeben.

Der am wenigsten nachhaltige Raum im Haus

Des Weiteren ergab die Umfrage, dass der durchschnittliche Verbraucher auf 159 Rollen Klopapier und 145 Rollen Papierhandtücher im Jahr kommt. Gleichzeitig geben fast 75 Prozent an, möglichst nachhaltig zu leben.

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69 Prozent haben ein schlechtes Gewissen, Einwegprodukte bei sich daheim zu verwenden – wie eben Toilettenpapier – und 66 Prozent würden das gerne ändern, können es sich aber laut eigenen Angaben nicht leisten. Der Großteil der Befragten nannte auch das Badezimmer als den am wenigsten nachhaltigen Raum in ihrem Haushalt.

Ein Bidet könnte zwar eine Menge Toilettenpapier sparen, doch nur zehn Prozent der Befragten besitzen eines. 42 Prozent könnten sich vorstellen, eines zu kaufen – wenn sie dadurch über kurz oder lang Geld sparen würden. Wahrscheinlich realisieren wenige von ihnen, dass sie in ihrem Leben so viel für Klopapier ausgeben wie für eine Rolex. Auch zeigte die Studie, dass die meisten den Wasserverbrauch in der Papierproduktion für sehr viel niedriger halten, als er tatsächlich ist.