Gebäudeautomation

Aus alt mach intelligent!

Sagte sich wohl Loxone bei der Sanierung des neuen Office und Experience Centers im ersten Wiener Gemeindebezirk. Welche Potentiale die Verflechtung von Altbau und Gebäudeautomation eröffnet.

Der Bausektor ist innerhalb der EU für mehr als ein Drittel der verursachten CO2-Emissionen verantwortlich.

Altbau und intelligente Gebäudeautomatisierung - passt das zusammen? Loxone, Technologieunternehmen für Haus- und Gebäudeautomation, findet: Ja! In der Wiener Innenstadt wurde ein neues Office und Experience Center in einem Palais in der Johannesgasse eröffnet. Auf mehr als 250 Quadratmetern gibt es künftig Platz für Büro- und Schulungsräumlichkeiten, einen Internationalisierungshub und Erlebnis-Touren.

Alte Bausubstanz hat Potential

Ein Thema, das beim Altbau von Relevanz ist, ist die Sanierung. Loxone hat im Wiener Stadtzentrum nun den Beweis angetreten, dass sich auch alte Bausubstanz intelligent automatisieren lässt und Nachrüstbarkeit möglich ist. In dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wurde etwa das Loxone-System integriert. Das Projekt erfüllt damit eine wichtig Vorbildwirkung. Das zeigt ein Blick auf den Bausektor: Dieser ist innerhalb der EU für mehr als ein Drittel der verursachten CO2-Emissionen verantwortlich.

Bei der Altbausanierung gibt es viele Herausforderungen, berichtet Rüdiger Keinberger, CEO von Loxone. Die Integration einer Gebäudeautomatisierung unterscheide sich deutlich von der in einem Neubau. "Wir sind bei der Realisierung an der Johannesgasse sogar noch einen Schritt weitergegangen und haben extra eine limitierte Serie von Beleuchtungs- und Bedienelementen, die Vienna Edition, entworfen, um den Charme des Altbaus zu unterstreichen“, so Keinberger. Alle Produkte der Vienna Edition sind zudem für kurze Zeit erhältlich. Umgesetzt wurde das Projekt mit dem Partner Inolox, für die Gestaltung zeigte sich das Architekturbüro ARKD Linz verantwortlich. Auch der Loxone-Miniserver kam zum Einsatz.

White Paper zum Thema

Energieeffiziente Automatisierung

Durch einen Komplettlösungsansatz, etwa durch das Zusammenspiel von Beschattung, Heizung und Klima, basierend auf Anwesenheit, Helligkeit und Temperatur, soll maximale Energieeffizienz ermöglicht werden. Aufgrund des Denkmalschutzes musste auf eine Außenbeschattung verzichtet werden, jedoch konnte in den Fensterkästen als Innenbeschattung ein vom Kooperationspartner Hunter Douglas entwickelter Stoff namens SeaTex mit einer metallisierten Rückseite eingesetzt werden. Dieser besteht zu 50 % aus recycelten Ozeanabfällen. Die Beschattung agiert mit der Heizung, sodass im Sommer die Beschattung rechtzeitig runterfährt sowie im Winter oben bleibt und die Heizung drosselt, um solare Energie zu nutzen.

Am neuen Standort sollen nicht nur Loxone-Partner geschult werden, sondern auch Mitarbeiter aus aller Welt. In der Bundeshauptstadt entsteht dafür ein Internationalisierungshub. Dort erhalten Interessierte die Möglichkeit, über Automatisierung zu lernen. Auch weitere Internationalisierungshubs sind in Planung, zum Beispiel in Madrid und Lyon.