Trinkwasserqualität

Belastungen im niederösterreichisch-burgenländischen Trinkwasser nehmen ab

Mit Trinkwasserproblemen hatte die Grenzregion Niederösterreich-Burgenland zu kämpfen. Vor allem erhöhte Nitratwerte belasteten das Wasser. Mit welchen Maßnahmen die Wasserqualität nun verbessert wurde

So konnte die niederösterreichisch-burgenländische Grenzregion ihre Trinkwasserwerte verbessern.

Die niederösterreichisch-burgenländische Grenzregion im Raum Zillingdorf, Lichtenwörth und Neufeld hatte lange mit erhöhten Trinkwasserbelastungen zu kämpfen. Bereits seit 2016 läuft in Niederösterreich ein Projekt für ein umweltgerechtes Düngemanagement zum Schutz des Grundwassers, das vor wenigen Monaten auch auf burgenländische Flächen ausgeweitet wurde. Dabei zeigen sich nun gemeinsame Erfolge: die Belastung im Grundwasser ist mittlerweile um zwei Drittel zurückgegangen. Mit aktuellen Nitrat-Messwerten in der Größenordnung zwischen zehn und 15 Milligramm pro Liter wird der Trinkwassergrenzwert von 50 Milligramm pro Liter weit unterschritten eingehalten.

Nachhaltige Landwirtschaft

Im Rahmen des bis 2021 laufenden Projektes werden Bewirtschaftungsmaßnahmen gefördert, die speziell auf den Grundwasserschutz ausgerichtet sind. Besonders wirkungsvoll ist die Beschränkung des Düngezeitraums vom 1. März bis längstens 31. August jeden Jahres. Damit soll gewährleistet werden, dass Gülle nur dann aufgebracht wird, wenn das Pflanzenwachstum für eine ausreichende Stickstoffaufnahme sorgt. Nach der Ernte erfolgt eine Begrünung, um einen allenfalls im Boden noch vorhandenen Stickstoffüberschuss in den Pflanzen zu binden. Das Projektgebiet umfasst rund 2.000 Hektar, derzeit beteiligen sich 42 landwirtschaftliche Betriebe.