Wasserversorgung

Corona-Pandemie erhöht Wasserverbrauch

Sowohl in Österreich als auch in Deutschland stieg der durchschnittliche Wasserverbrauch seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich. Wie wirkt sich das auf die Versorgungssicherheit aus?

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Der Wasserverbrauch steigt seit Beginn der Corona-Pandemie. 

Fünf Prozent in Österreich, zehn in Deutschland: Mit der Corona-Pandemie ist der Bedarf an Trinkwasser im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. In Deutschland ist der Warmwasser-Verbrauch sogar um elf Prozent gestiegen, wie es in einer Aussendung des Energiedienstleisters Techem heißt. Viele Stadtwerke vermelden zudem, dass sich der Verbrauch auch zeitlich verschoben hat. Während im normalen Alltag der Wasserverbrauch vor allem in den frühen Morgenstunden hoch war, verteilt er sich in Deutschland nun über den gesamten Vormittag mit Spitzenverbräuchen gegen zehn Uhr.

Erhöhter Verbrauch durch Homeoffice

Sorgen um die Wasserversorgung müsse man sich in Österreich nicht machen, die flächendeckende Versorgung sei gesichert, beruhigt Franz Dinhobl, Präsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW), im ORF- Ö1-Journal um acht. Laut ÖVGW ist der erhöhte Wasserverbrauch darauf zurückzuführen, dass nun mehr Leute von Zuhause aus Arbeiten. Dinhobl weist außerdem erneut darauf hin, dass eine Übertragung des Coronavirus über das Trinkwasser ausgeschlossen ist. Das wurde auch von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit sowie von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt. Leitungswasser könne damit in Österreich bedenkenlos genossen werden, beruhigte der ÖVGW-Präsident.

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