Sanierungsoffensive & EAG

Der Klimawandel verändert unseren Gebäudeenergiebedarf - wir müssen darauf reagieren!

"Woher kommt der grüne Strom fürs Heizen?", diese Frage stellt sich die Kesselindustrie angesichts der "Raus-aus-dem-Öl"-Kampagne. Doch angesichts der Klimaerwärmung müssen wir die Frage in Wahrheit umdrehen und uns fragen "Woher kommt der grüne Strom fürs Kühlen?"

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Mit der vorgestellten Sanierungsoffensive, der "Raus aus dem Öl"-Initiative und mit dem kommenden Erneuerbaren Ausbau Gesetz wird versucht, die Zukunft der Wärme- und Strombereitstellung im Einklang mit dem Klimaschutz und den Zielen der Bundesregierung bis 2030 zu bringen. Nicht nur die Häuselbauer sind heutzutage am Überlegen, welches Heizungssystem am besten passt, sondern auch die Regierung macht sich dazu Gedanken. 

Kühlgradtage nehmen zu, Heizgradtage werden weniger

Die Klimaerhitzung verändert unseren zukünftigen Energiebedarf. Die Heizgradtage und somit der Heizwärmebedarf werden in unseren Breitengraden in Zukunft immer weniger, die Kühlgradtage und damit der Kühlenergiebedarf jedoch immer mehr. Hier bietet die Photovoltaik effiziente Abhilfe, denn sie erzeugt genau dann Energie, wenn ein Kühlbedarf gegeben ist: Untertags, wenn die Sonne scheint. Für die heißen Monate ist die Photovoltaik in Kombination mit einer Wärmepumpe somit das ideale Team, um die Kühlenergie in Zukunft bereitzustellen.

Wärmebereitstellung in der Übergangsphase

Aber auch in der Übergangsphase, im Frühling und im Herbst, kann die Photovoltaik einen großen Beitrag zur Wärmebereitstellung bieten. Vor allem mit einem intelligenten Energiesystem, das die Warmwasserspeicher, den Pufferspeicher oder den Puffer in der Bauteilaktivierung belädt, wenn eigener PV-Strom zur Verfügung steht. Auch bei der Kombination der Photovoltaik und einer Biomasseanlage entstehen Synergien, in dem die PV den benötigten Betriebsstrom der Anlage zur Verfügung stellt.

White Paper zum Thema

Windkraft im Winter

Dem natürlichen Verlauf der Jahreszeiten geschuldet, liefert die Photovoltaik im Winter weniger Energie als im Sommer. Hier kann zur Unterstützung eine andere erneuerbare Energie einspringen – die Windkraft. Die Windenergieerzeugung ist im Winter üblicherweise höher als im Sommer! Das zeigt wiederum, dass es einen Mix aus verschiedenen erneuerbaren Energieträgern brauchen wird, um den gesamten Energiebedarf übers Jahr gesehen decken zu können. 

Die Erneuerbaren stehen bereit, um auf ein Energiesystem der Zukunft, ohne CO2 Ausstoß, umzustellen – es ist höchste Zeit. Nur müssen wir angesichts der Klimaerhitzung die Fragestellung umdrehen und statt "Woher kommt der grüne Strom fürs Heizen?" ein anderes Thema in den Mittelpunkt stellen: "Woher kommt der Strom fürs Kühlen?".