Piraccini+Potente Sustainable Architecture

Die Verheiratung von Passivhaus und Ästhetik

Ein Casa/Studio Passivhaus im italienischen Cesena vereint Technik und Design: Dafür wurde das Gebäude, das zugleich Wohnhaus und Architekturbüro ist, mit einem Preis für "Home Effiziency & Technology gewürdigt".

Nachhaltig und energieeffizientDas Casa/Studio Passivhaus von Margherita Potente und Stefano Piraccini im italienischen Cesena zählt weltweit zu den ersten seiner Art: Ein zum Passivhaus sanierter Altbau, der gleichzeitig höchste Ansprüche an Architektur und Design erfüllt. Für dieses Ergebnis wurde das PIRACCINI+POTENTE SUSTAINABLE ARCHITECTURE von einer internationalen Jury mit einem The Plan Award der gleichnamigen Architekturzeitschrift in der Kategorie „Home Efficiency & Technology“ gewürdigt.

Passivhaus in klassischer Definition

Als „Passivhaus“ werden Gebäude betitelt, die keine herkömmliche Gebäudeheizung benötigen. Zertifiziert werden derartig energieeffiziente Gebäude vom Passivhaus Institut Darmstadt, für die Zertifizierung müssen Anforderungen bezüglich der Architektur, Technik und Ökologie erfüllt werden.

Das Projekt zeigt, wie es möglich ist, die Energieleistung eines Passivhauses nicht nur in neuen isolierten Gebäuden zu erreichen, sondern auch bei Umbauten und Sanierungsprojekten. Durch Anwendung des Passivhaus Protokolls werden renovierungsbedürftige Gebäude aufgewertet sowie energieeffizienter und erdbebensicher gestaltet. 

White Paper zum Thema

Bestehend aus Holz (laminiert und Brettsperrholz), Stahl, Mauerwerk und Stahlbeton, weist das Gebäude eine gemischte Bausubstanz auf. Dabei wurden die natürlichen Eigenschaften jedes Materials berücksichtigt, um ein optimales Zusammenwirken zu gewährleisten. Auf diese Weise wurden die Baukosten des Hauses auf Marktniveau gehalten, ohne qualitative Aspekte zu vernachlässigen.

Passive Energiequellen

Ein Großteil des Wärmebedarfs wird aus passiven Quellen wie Sonneneinstrahlung, Wärmeabgabe von Personen und technischen Geräten bezogen. Das Casa/Studio Passivhaus ist nicht an das Gasnetz angeschlossen und verfügt lediglich über ein kontrolliertes mechanisches Belüftungssystem. Mit diesem kann von außen zugeführte saubere und gefilterte Luft mit der Wärme der abgesaugten verbrauchten Luft angereichert werden. Durch den Verzicht auf brennbare Energiequellen gibt das Gebäude keine Emissionen in die Atmosphäre ab.

Showroom für Sanitärdesign

Für Stefano Piraccini dient das Passivhaus zugleich als Wohnsitz und Architekturbüro - und als Showroom für modernes Sanitärdesign. In dem außergewöhnlichen Gebäude finden sich unter anderem die Duravit Serien ME by Starck, Starck 1, L-Cube, Happy D.2, Luv und Sensowash® Slim. Ein Highlight stellt der DuraSquare Waschtisch mit Metallkonsole in Schwarz Matt dar, den der Architekt auf der Schlafzimmerterrasse errichten ließ, um bei der Morgenroutine den Blick auf den Fluss Savio zu genießen.