Wasservorkommen

Dieses System findet Trinkwasservorkommen bis in 300 Meter Tiefe

Ein neues System zur Entdeckung und Überwachung von Grundwasser wurde nun in Italien vorgestellt. Damit sollen weitflächig bis in 300 Meter Tiefe liegende Wasservorkommen aufgespürt werden können.

Grundwasser soll zukünftig auch ohne Probebohrung aufgespürt werden können.

Der italienische Trinkwasserversorger Gruppo Cap hat mit Skytem ein innovatives System zur Entdeckung und Überwachung von Grundwasser vorgestellt. Eigenen Angaben nach sollen sich damit weitflächig bis in 300 Meter Tiefe liegende Vorkommen aufspüren lassen.

Nicht-invasives Verfahren

Es handelt sich um eine Technologie, die von der Universität in Arhus in Dänemark entwickelt und kürzlich von den Mailändern an ihre spezifischen Bedürfnisse angepasst wurde. Das Airborne Elettro Magnetico besteht aus einer Reihe von Sende- und Empfangsantennen, die auf einem Hubschrauber montiert werden und vom Gelände ausgehende elektromagnetische Wellen erkennen. Damit kann auf die bisher üblichen Probebohrungen verzichtet werden.

"Dieses nicht-invasive und in Italien bisher einmalige Verfahren ermöglicht eine quantitive und qualitative Überwachung der Trinkwasserressourcen", so Gruppo Cap-Hauptgeschäftsführer Alessandro Russo. Seine Einsatztauglichkeit war im Mailänder Hinterland ziwschen den Gemeinden Boffalora und Turbigo getestet worden. Erklärtes Ziel bis zum Jahr 2022 ist es, die Grundwasservorräte im gesamten Einzugsgebiet der lombardische Metropole zu kartografieren. Zudem sollen geologische und geothermische Risiken rechtzeitig erkannt werden.

White Paper zum Thema

EU-Richtlinie integriert

Das Projekt ist Teil des Programms zur Versorgungssicherheit von Trinkwasser, das vor einem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Istituto Superiore di Sanità gestartet wurde. Es steht, so Russo abschließend, in vollem Einklang mit der vom EU-Parlament verabschiedeten Trinkwasserrichtlinie Drinking Water Directive.