Qualität hat Vorrang

Facility Management: Qualität ist wichtiger als der Preis

Dass der Preis eines FM-Dienstleisters nicht entscheidend ist, zeigt nun eine neue Studie von Lünendock. Auf welche Qualitätsmerkmale es wirklich ankommt.

Geld ist bei der Wahl eines Facility Management-Dienstleisters kein ausschlaggebendes Auswahlkriterium.

Eine neue Studie des Beratungsunternehmens Lünendonk zeigt: Die Qualität spielt die deutlich wichtigere Rolle in der Erwartungshaltung von Unternehmen gegenüber Facility Service-Dienstleistern als der niedrigste Preis. Und obwohl die Auftraggeber unter anderem aufgrund des Personalmangels mit Preissteigerungen rechnen, geht der Trend zu Qualitätsdienstleistungen. Denn hohe Reklamationsquoten oder ein notwendiger früher Dienstleisterwechsel verursachen einen Aufwand, der oftmals deutlich über den Einsparungen gegenüber einem höheren Qualitätsniveau liegt. Die 75 Studienteilnehmer repräsentieren Unternehmen, die für einen 2017 erzielten Umsatz von 778 Milliarden Euro und 5,5 Millionen Mitarbeiter stehen.

Digitalisierung ist wichtigstes Zukunftsthema

Das mit Abstand wichtigste Zukunftsthema ist nach Einschätzung der befragten Auftraggeber-Unternehmen die Digitalisierung in der FM-Branche. Darunter sind zunächst die grundsätzlich neuen Möglichkeiten der Gebäudebewirtschaftung zu verstehen, die sich erst durch den Einsatz von IT bewerkstelligen lassen – von der Erfassung von Gebäuden in Software-Lösungen über BIM bis hin zum 3D-Druck von kleinen Ersatzteilen. Künftig werden nur Anbieter im Markt bestehen, die Intelligenz in die Services und Produkte bringen, so die überwiegende Meinung.

Gleichwohl ist eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre nicht die Digitalisierung des Gebäudemanagements, sondern der Personalmangel. Hier sind sich Auftraggeber und Dienstleister einig, dass die begrenzte Zahl verfügbarer Mitarbeiter zwangsläufig zu steigenden Preisen führt. „Mit höheren Preisen wird – so die Hoffnung – die Bedeutung von Qualität und Konzepten zunehmen“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk und Hossenfelder. „Denn bietet ein Service-Unternehmen ausreichende personelle Quantität und Qualität, ist dies inzwischen ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.“

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Hohe Bedeutung messen die Befragten darüber hinaus den Integrierten Services ebenso zu wie der Nachhaltigkeit. So sehen die Auftraggeber-Unternehmen für ihre eigene Strategie das stärkere Übertragen des Service-Managements an die Dienstleister als Weg der Zukunft an. Dabei legt ein Großteil der Studienteilnehmer Wert auf den ökologischen Aspekt. Mehr als ein Drittel von ihnen gab an, dass nachhaltige Facility Services einen klaren Mehrwert haben. Sie werden zunehmend als Hilfsmittel zur effizienten Unterstützung der eigenen Unternehmensstrategie betrachtet.

Qualitative Verbesserungen durch stärkere Standardisierung 

Insgesamt beobachten die Auftraggeber eine wichtige Voraussetzung für die Professionalisierung und Weiterentwicklung der Branche: Die Standardisierung und Bündelung von Leistungen sowie deren flächendeckende Verfügbarkeit nehmen zu. Denn soll die Digitalisierung auch im Facility Management zu qualitativen Verbesserungen und Effizienzsteigerungen führen, ist eine stärkere Standardisierung dringend geboten.

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