Heizkosten

Heizöl belastet Haushaltsbudget der Österreicher

Meinungsforscher Peter Hajek hat die Österreicher zu ihren Heizkosten befragt. Demnach empfinden besonders Heizöl-Haushalte die hohen Heizkosten als eine Belastung. Warum dieses Ergebnis ein Ende des Sanierungsstaus hervorrufen könnte.

Heizöl wird den Österreichern zu teuer.

Der durchschnittlich kälteste Monat des Jahres hat gerade erst begonnen, doch bereits jetzt klagen viele Österreicher über zu hohe Heizkosten. Vor allem die Haushalte, die mit Heizöl heizen, empfinden die hohen Kosten als Belastung. Bei einer Umfrage des Meinungsforschers Peter Hajek, unter 300 Eigenheimbesitzern, bewerteten 53 Prozent der Heizöl-Haushalte die Kosten als eher große Belastung, 15 Prozent empfinden die Kosten sogar als sehr große Belastung. 

Hohes Potenzial vorhanden

Laut der Umfrage gibt es ein Potenzial von rund 30.000 Haushalten, die einen Heizungs-Umstieg noch bis Ende 2019 planen. „Damit aus diesen Plänen ein dauerhafter Trend wird, mit dem Österreich den Sanierungsstau überwindet, braucht es rasch einen Mix aus attraktiven unbürokratischen Förderungen, flankierende Maßnahmen im steuerlichen Bereich und viel mehr Information“, meint Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforum SHL.

Zukunftsforum-Vorstand Martin Hagleitner erklärt: „39 Prozent der Befragten haben einen Umstieg bei der verwendeten Energieform zumindest schon einmal angedacht, konkrete Planungen diesbezüglich werden immerhin von 17 Prozent der Befragten bestätigt. Die Detailauswertungen zeigen uns Potenziale bei Besitzern von Einfamilienhäusern, Personen älter als 50 Jahre, Haushalten mit Ölheizungen und solchen mit Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 2.000 Euro monatlich.“

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Wärmepumpe ist beliebt

Beim Umstieg auf ein neues Heizsystem spekulieren 41 Prozent der Österreicher auf eine Wärmepumpe und 29 Prozent wollen Solarthermie nutzen. Lediglich 15 Prozent wollen in eine Pellets-Heizung und zwölf Prozent in Fernwärme investieren. 

„Die Förderung von einem Drittel der Umstiegskosten ist laut Umfrage ein guter Richtwert, damit eine Förderung nicht nur Mitnahmeeffekt ist. Die Bundesregierung sollte ihre Pläne konsequent umsetzen und auch Sanierungsvorgaben machen. Statt kostspieliger und aufwändiger Gebäudedämmung ist oft die Erneuerung von Heizung und Warmwasserbereitung in Verbindung mit der Dämmung der obersten Geschossdecke das Mittel der Wahl, um einen Großteil des Einsparungspotenzials mit überschaubaren Kosten zu verwirklichen“, so Hagleitner.

Beratungskompetenz der Sanierungsberater und Energiesparrechner nutzen

Für 69 Prozent der Befragten sind die Kosten eines neuen Heizsystems hinderlich am Umstieg. Weitere 16 Prozent befürchten außerdem die technischen Voraussetzungen nicht erfüllen zu können. Rotter meint deshalb: „Konsumenten, die 2019 eine neue Heizungs- und/oder Warmwasserbereitungsanlage anschaffen wollen, sollten bald den Installateur ihres Vertrauens aufsuchen und sich beraten lassen, damit sie ihr Geld bestmöglich investieren. Denn jedes Gebäude ist von den Anforderungen und der Versorgungssituation unterschiedlich.“ 

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