Trinkwasser

Patek: "Wir investieren 100 Millionen Euro in Wasserinfrastruktur und Hochwasserschutz"

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus investiert kräftig in den Ausbau von Wasschutzmaßnahmen sowie die Aufrechterhaltung der Trinkwasserversorgung. Umweltministerin Maria Patek warnt vor den Folgen des Klimawandels.

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„Wir müssen die Zeichen des Klimawandels ernst nehmen und die richtigen Weichen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser stellen", weist Umweltministerin Maria Patek auf zunehmende Schwierigkeiten bei Hochwasserschutz und Trinkwasserversorgung hin. 

Die Versorgung der Bevölkerung mit erstklassigem Trinkwasser, die Entsorgung der Abwässer und der Schutz vor Hochwasser sind wichtige Aufgaben der öffentlichen Verwaltung. Bei der Kommissionssitzung Wasserwirtschaft wurden deshalb rund 1.500 Projekte zur Genehmigung vorgeschlagen. „Wir müssen die Zeichen des Klimawandels ernst nehmen und die richtigen Weichen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser stellen. Wasser ist für Mensch und Natur lebenswichtig, es ist unsere kostbarste Ressource. Umso wichtiger sind Investitionen in die Wasserinfrastruktur. In der heutigen Sitzung werden 100 Millionen Euro an Fördermitteln meines Ressorts behandelt“, betonte Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek bei der Sitzung vergangene Woche.

Zu viel und zu wenig Wasser

Starkregenereignisse verursachen verheerende Überschwemmungen, wie man jüngst in weiten Teilen Süd- und Westösterreichs sehen konnte. „Wir investieren seit vielen Jahrzehnten konsequent in den Hochwasserschutz, damit das Hochwasserrisiko nicht weiter verschärft wird“, erläutert Patek. Auch die Wiederherstellung intakter Gewässer ist von großer Bedeutung, denn dadurch erhalten Fische, Pflanzen sowie die Bevölkerung ein Stück Natur als attraktiver Lebensraum zurück. Mit der Förderung Gewässerökologie unterstützt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gezielt solche Maßnahmen. Diese sind auch für die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und zur Erreichung eines guten Zustandes unserer Gewässer sehr wichtig. 

Neben dem Zuviel an Wasser ist zu wenig Wasser ebenso ein Problem. Höhere Temperaturen und längere Trockenperioden können auch in Österreich zur kleinräumigen Wasserknappheit führen. Die zunehmenden Wetterextreme stellen für die Wasserversorgung eine große Herausforderung dar. Um die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen zu können, werden Maßnahmen wie der Bau von Verbundleitungen und die Erkundung von neuen Trinkwasser-Ressourcen durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert. 

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Finanzierung von rund 1.500 Wasserprojekten

Für diese Maßnahmen setzen Gemeinden und Länder gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus in ganz Österreich wichtige Projekte um. Diese müssen nicht nur gut geplant, sondern auch finanziert werden. In der Kommissionssitzung Wasserwirtschaft wurden insgesamt 935 Projekte für die kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung mit einer Förderung von rund 48,7 Millionen Euro begutachtet. Im Bereich Hochwasserschutz sind es 522 Projekte des vorbeugenden Hochwasserschutzes bzw. der Instandhaltung von bestehenden Anlagen mit einer Bundesfinanzierung von rund 48,6 Millionen Euro. Darunter sind auch 17 Projekte von Sofortmaßnahmen zur Behebung von Schäden aufgrund der aktuellen Hochwasserereignisse in Kärnten, Tirol und in der Steiermark. Elf Projekte mit einer Gesamtförderung in der Höhe von 2,1 Millionen Euro sind es im Bereich der Gewässerökologie. 

Die vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus zu genehmigenden Förderungsansuchen haben ein Gesamtausmaß von 99,4 Millionen Euro und lösen ein Investitionsvolumen von rund 383 Millionen Euro aus.