Geldspritze

Poloplast: 40 Millionen für Ausbau von Standort in Leonding

Nach einem Rekordumsatz von 100 Millionen im Corona-Jahr 2020 investiert der Kunststoffrohr-Spezialist kräftig. Das Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Oberösterreich schafft 60 neue Arbeitsplätze.

Poloplast CFO Konstantin Urbanides (links) und CEO Wolfgang Lux (rechts)

Ein Rekordumsatz von 100 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 trotz Corona Pandemie sorgt bei Poloplast für einen Investitionsschub: Mit rund 40 Mio. Euro wird der Standort Leonding (OÖ) ausgebaut. Zudem richtet der Anbieter von Kunststoffrohrsystemen für Haustechnik, Kanalisation, Wasserversorgung sowie Compounds seine internationale Strategie für Abfluss- und Kanalrohrsysteme neu aus. Damit entstehen rund 60 neue Arbeitsplätze. Forschung und Entwicklung aus Leonding sorgen zusätzlich für patentierte Innovationen „Made in Austria“.

Die verstärkten Investitionen im privaten wie auch öffentlichen Sektor und der Boom der Bauindustrie hatten eine hohe Nachfrage nach unseren Produkten zur Folge“, erklärt CEO Wolfgang Lux das Rekordergebnis. Nun plant das Unternehmen, seinen Entwicklungs- und Produktionsstandort in Leonding weiter auszubauen. Von 2016 bis 2020 wurden bereits 46 Mio. Euro investiert, weitere 30 bis 40 Mio. sollen bis Ende 2025 folgen. „Wir haben uns ganz bewusst für einen Fünf-Jahres-Plan bei den Investitionen in Leonding entschieden. Die Finanzierung erfolgt dabei ausschließlich über den Cashflow“, so Lux.

Ausbau der Anwendungen Hausabfluss und Kanal

 

Aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Hausabflussprogramm POLO-KAL XS, das im hochwertigen Preissegment angesiedelt ist, würde man sich nun verstärkt auf die Hauptmärkte Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Skandinavien konzentrieren, so Lux. Konkret bedeute diese strategische Neupositionierung einen Ausbau der Anwendungen Hausabfluss und Kanal in Zentraleuropa. "Hochwertige Produkte ab einem gewissen Preissegment verlangen auch nach reifen Märkten", beschreibt Lux.

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Die steigende Nachfrage stellt auch hohe Anforderungen an die Nachhaltigkeitsbemühungen. Nachhaltigkeit sei laut Lux "sozusagen in unserer DNA“. Bei Poloplast gäbe es keine Produkte mit Materialverbund, alle Produkte seien hunderprozentig recycelbar.

60 neue Arbeitsplätze

 

Die jährlichen Investitionen fließen bis Ende 2025 in die Bereiche Digitalisierung von Prozessen, Automatisierung von Produktionsanlagen, Infrastrukturmaßnahmen sowie Entwicklung und Innovation. „Mit diesen Maßnahmen schaffen wir zusätzlich zu unseren 400 Arbeitsplätzen rund 60 neue und können so unsere Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten weiter forcieren“, freut sich CFO Konstantin Urbanides.

In den nächsten zwei bis drei Jahren stehen neue Produkte mit einem 20-jährigen Patentschutz an. Dazu benötigen wir ganz dringend den Ausbau des Standortes. Unser Ziel ist es, das Handling bei der Verlegung noch einfacher, sicherer, schneller und platzsparender zu machen und dabei gleichzeitig die Produktqualität weiter zu optimieren“, betont Lux. Das Unternehmen stattet jährlich mehr als 250.000 Wohneinheiten (Jahr 2020) mit Rohrsystemen aus.

Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Oberösterreich

 

Die neuerlichen Investitionen von POLOPLAST sind ein deutliches Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Oberösterreich“, sagt Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner und unterstreicht: „Forschung und Entwicklung, Innovation und Technologisierung sind die entscheidenden Schlüsselfaktoren, um auf internationalen Märkten mit Produkten und Dienstleistungen zu punkten. Nur wer sich heute um neue Entwicklungen bemüht, kann auch morgen moderne, zukunftsweisende Arbeitsplätze anbieten. Nur wer heute innovativ ist, kann sich auch in schwierigeren Zeiten am Exportmarkt behaupten.“ Im Besonderen werde der Kunststoffstandort Oberösterreich damit unterstrichen, denn dieser verantworte die Hälfte des österreichweiten Gesamtumsatzes der Branche.