Trinkwasserkontaktmaterialien

So wirkt sich die deutsche Regelung für Trinkwasserkontaktmaterialien auf österreichische Installateure aus

Gerade hat das Umweltbundesamt in Deutschland neue Regelwerke für die Prüfung und Eignungsbestätigung von Materialien in Kontakt mit Trinkwasser veröffentlicht. Fast zeitgleich ist in Österreich eine Novelle der Neufassung der Baustoffliste 2015 in Kraft getreten. Welche Konsequenzen dadurch für Hersteller entstehen, erklären Experten des Prüf- und Forschungsinstituts OFI.

Trinkwasser Trinkwasserkontaktmaterialien Richtlinie OFI

Für Trinkwasserkontaktmaterialien herrschen neue Richtlinien.

Die Veröffentlichung der neuen Empfehlung des Umweltbundesamt in Deutschland zur „Konformitätsbestätigung der trinkwasserhygienischen Eignung von Produkten“ im März 2019 sorgt für Aufsehen. Hersteller aus aller Welt, die ihre Produkte am deutschen Markt anbieten, sind verunsichert welche Änderungen diese Empfehlung mit sich bringt. Das Österreichische Forschungs- und Prüfinstitut OFI klärt deshalb über die Folgen für Hersteller auf.

Zertifizierung ist notwendig

„Die große Neuerung der aktuellen Änderung liegt darin, dass für alle Produkte in Kontakt mit Trinkwasser der Nachweis der Konformität durch Zertifizierung gesetzlich verpflichtend wird. Statt Produktprüfungen alle fünf Jahre, ist jetzt eine Zertifizierung vorgesehen, deren Anforderungen durch laufende Überwachungen bestätigt werden. Ziel ist die Qualität der Produkte und damit des Trinkwassers stetig zu verbessern“, bringt OFI-Experte Christoph Wirrer die Neuerungen auf den Punkt. Bislang erhaltene Prüfzeugnisse, geprüft nach UBA KTW Leitlinie und UBA Beschichtungsleitlinie, behalten vorerst ihre Gültigkeit, werden allerdings automatisch auf zwei Jahre nach Erscheinen des Regelwerkes begrenzt.

Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung der UBA-Bewertungsgrundlagen ist in Österreich eine Novelle der Neufassung der Baustoffliste 2015 in Kraft getreten, die verlangt, dass darin gelistete Produkte bzw. Materialien das Einbauzeichen ÜA führen müssen. Als Experte für Zertifizierungsprozesse zeigt OFI Geschäftsführer Udo Pappler an Beispielen aus der Praxis auf, welche Bedeutung das verbindliche Einbauzeichen ÜA und die Zertifizierung durch die KTW-Konformitätsbestätigung für die Produktsicherheit haben. Er versichert: „Am OFI sind wir bestens auf diese Änderungen vorbereitet und können unsere Kunden wie gewohnt unterstützen. Als akkreditierte Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle begleiten wir von der Produktentwicklung bis zur Zulassung und können auch für den deutschen Markt Zertifizierungen von Produkten in Kontakt mit Trinkwasser anbieten.“

White Paper zum Thema

Der Experte für Trinkwasserkontaktmaterialien Christoph Wirrer war zu Gast im letzten Wissensdurst und hat dort ausführlich über neue Richtlinien und Prüfungen aufgeklärt. Hier geht's zum Podcast. 

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