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Springt die Heizung nicht an, müssen diese Tipps ran

Ob der Fachmann ins Haus geholt werden oder doch nur ein paar Möbel verrückt werden müssen – hier lesen Sie, was bei einer nicht funktionierenden Heizung am wahrscheinlichsten nicht stimmt.

Heizung Energiesparen Heizen Soluto

Die Heizung funktioniert nicht – und das auch noch im Winter. Nun gut, meistens kommt man auch erst dann dahinter.

Doch was tun, wenn es draußen kalt ist und drinnen nicht genauso werden soll? Am besten kommt es gar nicht erst so weit, dass man sich Sorgen machen und ärgern muss. „Die Heizperiode beginnt zwar für viele erst mit dem Aufdrehen des Heizthermostats, eigentlich wäre aber eine ordentliche Wartung und Prüfung hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit der Heizungsanlage im Spätsommer viel sinnvoller“, sagt Martin Zagler, Geschäftsführer von Soluto, einem niederösterreichischen Unternehmen für Brand- und Wasserschadensanierung.

Oft liegt der Heizungsausfall daran, dass der Vollbetrieb mit höheren Temperaturen eine zu große Herausforderung ist – als Folge sinkt die Heizleistung. Davon sind jährlich Tausende Österreicher betroffen. Die Fehlerbehebung braucht zwar einen Spezialisten, ist aber keine Hexerei: „So paradox es sich anhört: Eine undichte Heizung wird meist mittels Flutungsverfahren ohne Stemmarbeiten wieder dicht“, erklärt Zagler.  

Ein Druckabfall in der Heizungsanlage wird oft durch ein Wiederauffüllen mit Wasser kompensiert. Muss die Heizung aber immer wieder aufgefüllt werden, ist ein Leck wahrscheinlich. Auch dann hilft nur der Gang zum Experten.  

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Mittels Druckprobe kann dieser feststellen, ob sich das Leck in der Heizungsanlage per Flutung mit einem Dichtmittel verschließen lässt.

Auch andere, kleinere Tricks können helfen, wenn die Heizungsleistung ungenügend ist. So sollten Heizkörper freistehen, damit die Wärme gut zirkulieren kann.

Ein Nicht-Anspringen der Heizung liegt häufig am Druckverlust in den Leitungen. Der Druck lässt sich am Manometer ablesen. Schnelle Abhilfe verschafft das Entlüften der Heizkörper. Dabei sollte aber möglichst wenig Wasser durch das Entlüftungsventil entweichen, um den optimalen Wasserdruck im Heizsystem wiederherstellen zu können.

Weiters sollten Heizkörper während der Heizperiode nie ganz abgedreht werden. Wer durch das Abdrehen Geld sparen will, hat sich getäuscht – das Wiederaufheizen eines erkalteten Zimmers ist besonders energieintensiv. Auch auf Stoßlüftungen darf nicht vergessen werden, denn sauerstoffreiche Luft heizt sich viel leichter auf. Gekippte Fenster führen hingegen zu unnötigem Energieverlust.