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Staffelübergabe bei Trox Austria

Karl Palmstorfer übergibt mit 1. März die Geschäftsführung der österreichischen Niederlassung an Wolfang Hucek und übernimmt eine internationale Führungsfunktionen im Unternehmen. In ihrem ersten gemeinsamen Interview sprechen die beiden über ihre neuen Schwerpunkte - und über das gemeinsame Ideal, die Welt zu einer besseren zu machen.

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Karl Palmstorfer (re.) übergibt die Geschäftsführung von Trox Austria an Wolfgang Hucek.

Auf den bisherige Geschäftsführer von Trox Austria, Karl Palmstorfer, warten große neue Aufgaben: Er übernimmt bei Trox mit 1. März die Leitung des International Business Europa, Mittlerer Osten und Afrika. In diesen Gebieten soll er die Position von Trox weiter stärken und neue Märkte erschließen.

Think global - act local

Karl Palmstorfer: "Trox verfolgt sehr konsequent den Weg zum Systemanbieter, diese Strategie wollen wir global weiter ausrollen. In Afrika gibt es zusätzlich Hoffnungsmärkte, von denen wir viel erwarten. In Marokko und Ägypten zum Beispiel haben wir zwei neue Werke gebaut, in Südafrika gibt es bereits eine Produktion. Im Mittleren Osten ist Dubai ein solcher Hoffnungsmarkt. Der Vorteil dieser Märkte ist, dass sie mit nicht so viel Historie belastet sind wie Märkte in Europa. Die Entwicklung dieser Märkte muss sehr schnell gehen, damit sie mithalten können. Wir in Europa haben hunderte von Jahren gebraucht, um dorthin zu kommen, wo wir heute sind. In den Hoffnungsmärkten sind wir mit keinen Altlasten konfrontiert, sie werden sich daher viel schneller und leichter entwickeln."

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Trox geht es dabei aber nicht darum "mit einer Strategie über alles drüberzufahren", meint Palmstorfer: "Trox ist nach wie vor ein Familienunternehmen und kein anonymer Großkonzern. Wir agieren regional!" 

Wolfgang Hucek, der die Geschäftsführung in Österreich von seinem Vorgänger übernommen hat und seit letzten Herbst an Bord ist, ergänzt: "Think global, act local – man muss den Markt verstehen, um erfolgreich zu sein. Deshalb sind wir auch mit eigenen Offices in den Regionen vertreten." 

Für Werte stehen

Bevor Hucek zu Trox wechselte, war er mehr als vier Jahre lang Verkaufsleiter und Leiter Einkauf Heizung/Klima/Lüftung in der Frauenthal Gruppe. "Das war eine sehr reizvolle Aufgabe und eine spannende Zeit, die Frauenthal Gruppe hat sich in den letzten Jahren ja stark verändert", erinnert sich Hucek zurück. In dieser Funktion hat er maßgeblich dazu beigetragen, das Category Management im Bereich HKL aufzubauen.

Seine ersten Eindrücke von Trox beschreibt Hucek so: "Die ersten Wochen waren wirklich lässig, hier gibt es eine Unternehmenskultur, die ich noch nie gespürt habe. Ich kann dem dem ganzen Team hier nur Riesenkomplimente aussprechen. Trox ist ein tolles Unternehmen." Anders als sein Vorgänger Karl Palmstorfer kommt Wolfgang Hucek nicht von der Technik-Seite. Das sei aber kein Nachteil, erklärt er: "Es geht im Unternehmen viel mehr um Kultur als um technisches Detailwissen. Karl und ich, wir vertreten dieselben Werte! Behandle die Menschen gut, erzeuge tolle Produkte, dann ist man unschlagbar."

Karl Palmstorfer ergänzt: "Die Werte waren uns besonders wichtig. Wir wollen keine Fassade sein, sondern das, was wir uns an die Fahnen heften, auch wirklich leben. Mit dem Know-how unserer Branche können wir die Welt verändern und verbessern. Uns geht es darum, langlebige Lösungen zu entwickeln, nicht um das schnelle Geld … mir war wichtig, zu spüren, dass mein Nachfolger die Werte, die ich etabliert habe und für die ich stehe, weiter lebt - bei Wolfgang bin ich davon überzeugt. Trox hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wir haben heute eine sehr starke Basis, die ermöglicht, dass der Geschäftsführer kein Techniker sein muss."

Ein Riesenschiff auf Kurs halten

Wolfgang Hucek übernimmt eine höchst erfolgreiche Niederlassung: "Trox Austria hat 2020 das bisher beste Jahr erwirtschaftet, es gibt hier ein super Team. Das sind schon sehr große Fußstapfen! Ich werde alles daransetzen, um diesen Erfolg weiterzuschreiben. Trox Austria ist ein Riesenschiff, das ich auf Kurs halten will. Es gibt für mich viel zu tun – vor allem in Osteuropa", sieht sich Hucek gefordert.

Die Märkte in Osteuropa bieten noch viel Wachstumspotenzial: "Diese Märkte werden sich noch gut entwickeln. In Ungarn konnten wir bereits eine Erfolgsgeschichte schreiben. Wir tun alles, um auch in den anderen Ländern so stark Fuß zu fassen. Es ist sehr schwierig zu sagen, wie sich diese Märkte in den nächsten Jahren entwickeln werden. Von einer Rezession sind sie weit entfernt, wie rasch sie wachsen, das lässt sich aber schwer voraussagen", meint der neue Österreich-Geschäftsführer. 

Bewusstsein für saubere Luft

Zugute kommt Trox die gestiegene Sensibilität gegenüber sauberer Luft und hoher Luftqualität. Die Corona-Epidemie hat das Thema ganz stark in den Fokus gerückt und anders als andere Unternehmen, die mit massiven wirtschaftlichen Einbußen zu kämpfen haben, konnte Trox im letzten Jahr große Erfolge erzielen.

"Es war höchst an der Zeit, dass sich dieses Bewusstsein für saubere Luft in der Bevölkerung entwickelt. Eine hohe Luftqualität ist keine Selbstverständlichkeit – wir können dazu beitragen", so Karl Palmstorfer.

Modulare Systemlösungen für die Immobilien von morgen

Auch wenn die Covid-Krise weltweit nach wie vor die große Herausforderung ist, so beschäftigt man sich bei Trox bereits intensiv mit den Themen der Zukunft. "Die Flexibilität einer Immobilie wird künftig viel wichtiger werden. Ihre Nutzung verändert sich im Lebenszyklus, unsere Technik muss da mithalten. Unsere Systemlösungen müssen diesen Anspruch nach Modularität erfüllen", gibt Palmstorfer Einblick in die aktuellen Überlegungen.