Kollektivvertrag

Vida-Verhandlungserfolg: Reinigungspersonal erhält mehr Lohn

Auf Arbeitnehmer der Denkmal-, Fassaden-, Gebäudereinigung und Hausbetreuung kommt eine Änderung im Kollektivvertrag zu. Die Löhne sollen ab 1. Jänner ansteigen.

Österreichs Reinigungspersonal darf sich auf bessere Bezahlung freuen.

Die österreichische Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft Vida erzielte einen Erfolg für Arbeitnehmer der Denkmal-, Fassaden-, Gebäudereinigung und Hausbetreuung: Für 80 Prozent der Arbeiter werden mit 1. Jänner 2019 die Gehälter um 3,5 Prozent angehoben. Brutto bedeutet das ein Plus von 52 Euro im Monat. Auch der Mindestlohn der untersten Lohngruppe ändert sich. Ab Jänner liegt er bei 1.555,34 Euro. „Damit machen wir einen wichtigen Schritt in Richtung 1.700 Euro Mindestlohn“, so Monika Rosensteiner, Vorsitzende des Fachbereichs Gebäudemanagement bei Vida. Außerdem werden die Lehrlingsentschädigungen um 3,38 Prozent erhöht. Damit erhält ein Lehrling im ersten Jahr 759,30 Euro pro Monat, im zweiten Lehrjahr 949,14 Euro und im dritten Jahr 1.157,95 Euro. 

Bessere Rahmenbedingungen

Auch im Rahmenrecht konnten zahlreiche Verbesserungen erzielt werden: Von bisher 16 Monaten steigt die Karenzzeitenanrechnung künftig auf 24 Monate. Zudem werden Hospizkarenz, Pflegekarenz und Begleitung von schwerkranken Kindern voll angerechnet. Ab Jänner gelten Umkleidezeiten im Hygienebereich als Arbeitszeit. Es ist uns auch gelungen, dass die 11. und 12. Überstunde einen Zuschlag von 75 Prozent statt wie bisher 50 Prozent bekommen“, betont die Vida-Gewerkschafterin.

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