Sicherheit

Warum Kohlenmonoxid so eine große Gefahr ist und welches Wissen Fachkräfte jetzt brauchen

Eine Kohlenmonoxidvergiftung durch fehlerhafte Gasthermen wird von der Bevölkerung viel zu selten als Risiko in den eigenen vier Wänden betrachtet. Betreiber, Planer und Installateure können sich bald zur zertifizierten Fachkraft für Rauchwarnmelder ausbilden lassen und mit diesem Know-how ein neues Dienstleistungsportfolio eröffnen.

Gasthermen und Dunstabzüge werden selten als Gefahrenquelle wahrgenommen.

Es ist farb-, geruch- und geschmacklos und kann im Extremfall tödliche Folgen haben: Kohlenmonoxid. Oft sind es verstopfte Kamine oder defekte Gastherme, die den Kohlenmonoxid-Gehalt in der Raumluft gefährlich ansteigen lassen. Aber auch Holzpellets können bei der Lagerung Kohlenmonoxid freisetzen. Bei diesen Gefahrenquellen ist es sinnvoll einen Kohlenmonoxid-Warnmelder zu installieren.

Gefahrenquellen

Dunstabzugshauben oder Klimageräte können eine Kohlenmonoxidvergiftung begünstigen: Sie begünstigen die erhöhte CO-Konzentration in der Raumluft, da sie die Luft ansaugen und so das Verhältnis von Zu- und Abluft verändern. Dichten die Fenster dann zu gut ab, kann kein neuer Sauerstoff in den Raum dringen.

Rauchmelder als Lösung?

Kohlenmonoxid und Rauch verhalten sich in geschlossenen Räumen unterschiedlich. Während Rauch sich an der Decke ansammelt, verbreitet Kohlenmonoxid sich erst in der Höhe der CO-Quelle und vermischt sich dann mit der Raumluft. Da Rauchmelder mittig an der Zimmerdecke montiert werden, bieten sie keinen Schutz gegen das giftige Gas.

Zuverlässiger Schutz

Abhilfe verschaffen spezielle Kohlenmonoxid-Melder, die ein akustisches Signal von sich geben, sobald Kohlenmonoxid auf den Sensor trifft. Wenn möglich sollte in jedem Stockwerk und jedem Flur ein Melder in der Höhe von circa 1,5 Metern installiert werden. Dadurch stellt man sicher, dass der Alarm im ganzen Haus hörbar ist. Im Schlafzimmer sollte man ebenfalls einen Kohlenmonoxid-Alarm montieren und zwar auf der Höhe des Kopfes. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit sollte man die Melder nicht im Bad oder in der Küche montieren, da der Sensor dort unter Umständen nicht richtig reagiert.

Fachkraftschulung ab 2018

In Österreich gibt es keine gesetzlichen Regelungen für die Ausstattung mit Kohlenmonoxidwarnmeldern in privaten Wohnbereichen. Darum sollte der Elektrotechniker Gefahren und Zusammenhänge kennen und den Kunden möglichst gut beraten. Deshalb bietet Ei Electronics nun Schulungen zur Fachkraft für Kohlenmonoxid in Wohnräumen und Freizeitfahrzeugen an - vorerst in vielen Städten in Deutschland. Schulungstermine in Österreich werden ebenfalls bald verfügbar sein.

In Österreich kann man sich indes zur Fachkraft für Rauchwarnmelder ausbilden lassen - vorerst bei zwei Terminen in Graz am 9. Mai sowie am 12. November 2018. Anmeldung unter: http://www.fachkraft-rauchwarnmelder.at/