Technik im Krankenhaus

Wenn komplexe Technologien ineinander greifen

619 Betten und zwölf Operationssäle befinden sich im Landeskrankenhaus Feldkirch. Die Gebäudetechnik muss rund um die Uhr tadellos funktionieren - eine große Herausforderung für die Betreiber. Eine Automations-Software soll helfen.

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Das LKH Feldkirch wurde von Siemens mit intelligenter Gebäudetechnik ausgestattet.

Technik im Krankenhaus ist für Siemens ein wichtiges und herausforderndes Thema, bei dem das Unternehmen seine ganze Kompetenz ausspielen kann, wie Metin Kizgin Vertriebsleitung Siemens Vorarlberg im Interview mit TGA erklärt.

TGA: Technik im Krankenhaus stellt ganz besondere Anforderungen – in welchen Bereichen beweist Siemens seine Kompetenz?

Metin Kizgin: In der gesamten Gebäudetechnik, also den Total Building Solutions.  Siemens sorgt damit für mehr Effizienz, Sicherheit und Komfort. Durch die gesamtheitliche Technik erschließen sich dem Betreiber neben dem erheblichen Einsparpotential an Energie und Betriebskosten auch eine Verbesserung der Sicherheit im Brandschutz, Evakuierung, Zugangskontrolle und Hygiene.

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TGA: Worin liegen Ihrer Ansicht nach die ganz speziellen Herausforderungen?

Metin Kizgin: Darin, die unterschiedlichen technischen Anlagen und Systeme individuell zu überwachen, bedienen und zu warten. Bis zu 100 verschiedene medizin- und gebäudetechnische Anlagen beziehungsweise Systeme sind in einem Großkrankenhaus keine Seltenheit.

TGA: Digitalisierung ist heute das Thema – bei der Realisierung und auch bei der Planung von Gebäuden. Welche Lösungen bietet Siemens dazu für Krankenhäuser an?

Metin Kizgin: Siemens bietet dabei vor allem das offene Gebäudeautomationssystem Desigo an. Die Integrationsplattform ist ein zentrales und intelligentes Energiemanagementsystem, welches sich durch innovative Energiesparfunktionen und effektive Prozesse auszeichnet.

TGA: In Ihrem Vortrag stellen Sie das Landeskrankenhaus Feldkirch vor, in dem Siemens ein modernes Gebäudeautomationssystem und die entsprechende Software installiert hat. Können Sie diese Lösung bitte kurz vorstellen? Welche sind die besonderen Vorteile?

Metin Kizgin: Das LKH Feldkirch ist das Schwerpunktkrankenhaus in Vorarlberg und verfügt über eine Belegfähigkeit von 619 Betten. Das neue OP- und Intensivzentrum des LKH umfasst zwölf Operationssäle sowie eine Intensivstation mit vier Betten. Hier kommt Desigo CC zum Einsatz: Die Automation umfasst die Steuerung, Regelung und Visualisierung der Anlagen sowie die Implementierung der Total Room Automation TRA. Die Sicherheit beinhaltet die gesamte Brandmelde- und Sprachalarmierungsanlage. Die neuen OP-Räume werden über TRA geregelt, wobei das System den Volumenstrom der Raumlüftung, Heiz- und Kühldecken, LED-Beleuchtung, Jalousiensteuerung, Warmwasser, Dampf, MEDGas und Wärmerückgewinnung regelt. Gleichzeitig werden Kälteerzeugung und Wärmerückgewinnung des Krankenhauses komplett erneuert. Über acht Rückkühler wird im Winter der gesamte Kältebedarf mittels Free Cooling erzeugt: Eine enorme Ersparnis, da im Winter keine Kältemaschinen mehr benötigt werden. Im Sommer wird deren Abwärme vorrangig über die in der Lüftungsanlage eingebauten Register vernichtet.

Mehr zur Gebäudetechnik im LKH Feldkirch erzählen Yannik Bietenholz, Marketing Leiter für Feldgeräte und OEM Solutions in der Zentrale von Siemens Building Technologies, und Rainer Marte, der Technische Leiter des LKH Feldkirch, auf der Technik im Krankenhaus Tagung der WEKA Industrie Medien am 23. Mai.

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