Smart Bad

Wenn schon neues Badezimmer, dann bitte digital

Die Durchdringung des Badezimmers mit digitalen Helfern ist bisher eher gering. Doch Konzerne sollten sich mit den Ergebnissen einer neuen Umfrage zur Akzeptanz von smarten Gadgets nun genauer auseinandersetzen.

Das Badezimmer ist eine weitgehend entdigitalisierte Zone. Nur jeder zehnte Haushalt, so hat es nun eine GfK-Studie festgestellt, hat Smart Home-Anwendungen in der Nassoase. Doch die Erwartungshaltung an smarte Assistenten ist hoch: fast jeder zweite Deutsche, genauer: 45 Prozent, wünscht sich digitale Anwendungen im Badezimmer. Ihr Motiv: sie erhoffen sich von den digitalen Helfern vor allem Wasser - und Energieeinsparungen. 

Unterhaltsam müssen die digitalen Geräte im Bad nicht unbedingt sein: nur jeder vierte der Befragten hält den Aspekt "Entertainment und Information" für wichtig beim digitalen Tuning seines Badezimmers.

An dritter Stelle der funktionalen Präferenzen steht die Sicherheit: 19 Prozent der Befragten halten Leckageschutz, als etwa Apps zur Warnung vor einem Wasserschaden für wichtig.

White Paper zum Thema

Ganze 18 Prozent wünschen sich eine Digitalisierung im Bad unter dem Aspekt der Hygiene und Sauberkeit, so heißt es in der Studie, die von der Nachhaltigkeitsinitiative Blue Responsibility in Auftrag gegeben wurde.

Junge Menschen agieren wie so oft als Vorreiter bei den neuen Technologien: 58 Prozent derer, die schon Smart-Home besitzen, befinden sich im Alter von 14 - 39 Jahren. Bei den älteren Mitbürgern dagegen scheint Smart-Home im Bad noch nicht angekommen zu sein – 96 Prozent der Generation 60+ verneinen den Besitz.

Auffällig bei der Studie: statt eines West-Ost-Gefälles gibt es hier ein Ost-West-Gefälle: In Sachsen hat fast jeder Zehnte (Neun Prozent) bereits ein „Smart Bathroom“ – mehr als im restlichen Bundesgebiet. Doch nicht nur die Sachsen entpuppen sich als fortschrittliches Bundesland in puncto Bad, der kleine Nachbar Sachsen-Anhalt erscheint ebenfalls vorwärtsgewandt. Ganze 63 Prozent können sich hier vorstellen, bei ihrer nächsten Bad-Renovierung digitale Anwendungen einzusetzen. Zum Vergleich: In Niedersachsen und Bremen sind es gerade einmal 46 Prozent.