COVID-19

Wie wirkt sich das Coronavirus auf die Wasserversorgung aus?

Gefühlt lauert das Coronavirus derzeit an jeder Ecke - aber auch in jedem Wasserhahn? Und wie sieht es mit der Wasserversorgung aus? Ist sie trotz Krise abgesichert? Alle Antworten finden Sie hier.

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Wie sicher ist unser Trinkwasser in Zeiten der Coronavirus-Krise?

Neben Toilettenpapier und Nudeln werden in Österreich derzeit auch die Wasserflaschen aufgekauft. Zwei Liter Wasser pro Tag sollte man für den Ernstfall Zuhause zu lagern. Doch gilt eine zweiwöchige Quarantäne bereits als Ernstfall? Muss nun jeder Österreicher 28 Liter Wasser horten? Nein, meint der österreichische Zivilschutzverband: "Es besteht kein Grund für Hamsterkäufe oder Panik - die Strom- und Wasserversorgung funktionieren bei Quarantäne weiter."

Auch die österreichischen Landeshauptstädte geben Entwarnung, die Strom-, Wasser- und Gasversorgung sei gesichert. "Die Versorgung des Bundeslandes mit Strom, Wasser, Wärme und Internet ist sichergestellt", schreibt die Salzburg AG in einer Aussendung und von der Stadt Wien heißt es: "Wesentlich ist, dass der Bereich der Basisversorgung funktioniert und vorbereitet ist, dazu zählen die Wiener Spitäler und Einsatzkräfte, Müllabfuhr, Öffis, Wasser-, Gas- und Stromversorgung, etc." Auch der Linzer Bürgermeister Klaus Luger äußert sich zur Versorgungssicherheit: "Die Leistungen wie Wasser-, Strom- und Wärme-Versorgung, Müllabfuhr sowie öffentlicher Verkehr sind gesichert. Sollte es wider Erwarten doch zu Ausfällen kommen, liegen strukturierte Notfallpläne vor.“ 

Verbreitet sich das Coronavirus über das Trinkwasser?

Doch wie sieht es mit der Qualität des Wassers aus? Wirkt sich das Coronavirus darauf aus? Auch hier gibt es Entwarnung, diesmal vom deutschen Umweltbundesamt: "Die Morphologie und chemische Struktur von SARS-CoV-2 ist anderen Coronaviren sehr ähnlich, bei denen in Untersuchungen gezeigt wurde, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Diese behüllten Viren zeigen im Wasser verglichen mit Enteroviren eine geringere Persistenz und sind leichter zu inaktivieren als Noro- oder Adenoviren. Auch das Risiko einer direkten Übertragung von Coronaviren über Faeces infizierter Personen erscheint gering, bis heute ist kein Fall einer fäkal-oralen Übertragung des Virus bekannt." Der Großteil des Trinkwasser stamme zudem aus dem Grundwasser, das im Untergrund gut gegen alle mikrobiellen Verunreinigungen, einschließlich Viren, geschützt ist, so das Umweltbundesamt.

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Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bestätigt die Informationen aus Deutschland: "Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel bzw. über Trinkwasser/Leitungswasser oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt."

Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit den Auswirkungen des Coronavirus um? Welche Folgen erwarten Sie für Ihren Betrieb? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen auf Facebook mit! 

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