Instagram für Handwerker

Darum sollten Handwerker auf Instagram setzen

Während Facebook in vielen Handwerksbetrieben bereits ein gut genutztes Tool ist, wagen sich an Instagram nur wenige heran. Warum Sie das schleunigst ändern sollten und wie Sie als Handwerker auf der sozialen Plattform neue Kunden gewinnen.

Instagram ist nicht nur eine Plattform für Beauty- und Lifestyle-Blogger, auch Handwerker können das Soziale Netzwerk für sich nutzen.

Instagram eilt der Ruf einer oberflächlichen Millenial-Plattform voraus: Influencer räkeln sich im Schaumbad, halten Shampoos oder Müsli-Packungen in die Kamera, zeigen Strände und atemberaubende Landschaften und vermitteln den Eindruck, bloß als virtuelle Litfaß-Säulen existieren zu können. Dabei kann das Social Media-Tool viel mehr als Food- und Reiseblogger unterstützen. Auch Handwerker können auf Instagram erfolgreich sein. Ganz nach dem Motto „Schraubzange statt Smoothie-Bowl“ können Handwerker Instagram nutzen, um Neukunden zu gewinnen und Interessenten auf die Webseite zu locken. 

Mit einem gut laufenden Instagram-Account können kleine und mittelständische Betriebe auf sich aufmerksam machen und damit näher an die Kunden herantreten – ganz ohne aufwendige Offline-Akquise. Außerdem hilft ein Instagram-Kanal, sich von der Masse abzuheben. Zum Vergleich: Wie viele Konkurrenzbetriebe kennen Sie, die einen Eintrag auf Herold haben? Und wie viele KMUs betreiben einen Instagram-Kanal? Eben. Werden etwas Zeit und Kreativität in den Account gesteckt, können damit neue Aufträge generiert werden. Aber wie funktioniert Instagram für Handwerker nun? 

Planung vor posten

Wie bei jedem neuen Projekt, muss auch auf Instagram erst eine Strategie her, bevor mit der eigentlichen Arbeit begonnen werden kann. Wie wild darauf los zu posten bringt hier nichts. Die Wiener Social Media-Expertin Ivana Walden weiß, wie man am besten mit der Planung beginnt: „Am Anfang sollte man sich überlegen, wen man auf diesem Weg überhaupt erreichen will und mit welcher Botschaft“, so die Beraterin für digitale Unternehmenskommunikation. Wichtig ist dabei, sich zuerst zu überlegen, was den Betrieb einzigartig macht und wie das am besten nach Außen getragen werden kann. Erst dann kann mit der eigentlichen Content-Planung begonnen werden. 

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Regelmäßigkeit herstellen

Instagram ist kein Medium, das nach Lust und Laune bespielt werden kann, das möglichst regelmäßige Veröffentlichen von Beiträgen ist hier ganz entscheidend. „Bevor man weniger als zweimal die Woche postet, sollte man es lieber gleich lassen“, macht Ivana Walden deutlich. Damit die eigene Unternehmensbotschaft rübergebracht werden kann, muss sie auch gut und häufig positioniert werden. Ein Content-Plan hilft, die Regelmäßigkeit herzustellen und nicht auf die Betreuung des Accounts zu vergessen. „Auf Instagram gibt es genug Konkurrenz in Form von erfolgreichen Influencern, die vor allem breitere Themen ansprechen. Hier sind Regelmäßigkeit und Kreativität gefragt“, erklärt Walden im Gespräch mit TGA. 

Hashtags nutzen

Hashtags sind auf Instagram das wichtigste Tool, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber wie nutzt man Hashtags auf Instagram richtig? „Man sollte Hashtags benutzen, die bereits häufig gesucht werden“, weiß Walden. Um herauszufinden, ob ein Hashtag beliebt ist, kann man ihn in die Suchleiste in der App eingeben und sehen, wie oft er genutzt wird. Vor allem zu Beginn sind Hashtags notwendig, um erste Follower zu generieren. „Zusätzlich sollte man bestehende Kunden und Partner darauf aufmerksam machen, dass man nun einen Instagram-Kanal hat“, empfiehlt die Expertin. 

Hochwertige Inhalte

Instagram ist eine rein visuelle Plattform, bei der sich alles um schöne Bilder dreht. „Für die richtige Content-Qualität sind gute Fotos, die einen Wow-Effekt erzeugen, wichtig“, erklärt Walden. Die Bilder sollten dabei beim Nutzer einen Wunsch nach dem Produkt oder Design auslösen. Doch Instagram besteht nicht nur aus dem Feed, also den Bildern, die öffentlich gepostet werden, die App bietet auch die Möglichkeit, Storys zu posten. Die Kurzvideos können bei Instagram im Handwerk vor allem für einen Blick hinter die Kulissen genutzt werden. So können dort zum Beispiel die Arbeiten an einem Projekt, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präsentiert werden. Ein Account eines Installateur-Betriebs könnte zum Beispiel aus einem Feed mit Bildern von schönen Badezimmer-Designs und Storys über die Arbeitsschritte der Umgestaltung bestehen. 

Not-To-Dos bei Instagram für Handwerker

Neben Tipps für Handwerker auf Instagram, kennt Ivana Walden auch Inhalte, die man als Handwerker auf Instagram unbedingt vermeiden sollte: „Ganz wichtig ist: Social Media-Kanäle sind keine Verkaufskanäle. Sie sind für den Beziehungsaufbau mit potenziellen Kunden gedacht und sollen Menschen auf die eigene Webseite oder den Newsletter bringen“. Dafür kann man in der Kurzbeschreibung auf dem Profil, der sogenannten Bio, zur Webseite Verlinken und in den Beiträgen und Storys mit Sätzen wie „Mehr Inspiration und Infos gibt es auf der Webseite“ auf die entsprechende Verlinkung aufmerksam machen. 

Ein weiteres No-Go auf Instagram sind willkürliche Gewinnspiele, die nichts mit dem Unternehmen zu tun haben. „Ich denke da vor allem an Verlosungen von iPads oder Handys“, gibt Ivana Walden als Beispiel an. Auch Gewinnspiele müssen zur Unternehmensphilosophie passen. Dabei können die Inhalte gerne auch extravagant und polarisierend sein, wichtig ist, dass sie authentisch sind. 

Best-Practice: Erfolgreiche Instagram-Handwerker

Einige Handwerker nutzen Instagram bereits erfolgreich für die Kundenakquise. So zum Beispiel Kristijan Cacic, der „insta_llateur“. 3.722 Follower begleiten den Berliner Installateur täglich auf die Baustelle und holen sich dabei Inspiration und Tipps. Sein Feed besteht dabei aus verrückten und auffälligen Inhalten, in den Storys drückt er sich salopp aus. Das Image des lustigen Handwerkers spiegelt sich dabei auch auf seiner Unternehmens-Webseite wider, was ein stimmiges Bild von Cacic und seinem Betrieb schafft. 

Mit einer Mischung aus Model- und Baustellen-Fotos ist Instagram-Handwerkerin Sandra Hunke der Durchbruch gelungen. Mit über 35.000 Followern zählt sie zu den bekanntesten Handwerkerinnen auf Instagram. Auf ihrem Profil spielt die Anlagenmechanikerin mit dem Model-Klischee und wechselt sich mit Inhalten von Baustelle und Laufsteg ab. 

Egal ob internationales Handwerker-Model oder regionaler Installateur-Betrieb: Mit etwas Zeit und Kreativität kann Instagram eine sinnvolle Ergänzung zum restlichen Online-Auftritt sein. Übrigens: Auch TGA ist auf Instagram vertreten. Für hochwertige Bilder aus Design und Badezimmer folgen Sie uns gerne! 

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