Siemens Simaris-Software : Planung von elektrischen Energieverteilungen
Der Planungsaufwand beispielsweise lässt sich deutlich reduzieren, indem häufig benötigte Module, Geräte und Anlagen als Favoriten hinterlegt und bei späteren Planungen wieder integriert werden können. Die in den neuen Programmversionen hinterlegten Produktdaten wurden an das aktuelle Siemens-Portfolio angepasst und zwischen den Tools synchronisiert. Zudem lassen sich Software-Updates sowie aktualisierte Produktdaten jetzt direkt aus den Anwendungen herunterladen und installieren.
Die Simaris-Softwaretools sind Teil des Siemens-Angebots für Totally Integrated Power (TIP). Dieses umfasst aufeinander abgestimmte Produkte und Systeme für eine durchgängige Energieverteilung in Gebäuden sowie Tools und Support-Leistungen für deren Planung. Mit Simaris erhalten Elektroplaner professionelle Programme für die Dimensionierung und Projektierung, die sich dank übersichtlich gestalteter Benutzeroberflächen sowie intuitiver Funktionen einfach und komfortabel bedienen lassen.
Die neuen Simaris-Versionen
unterstützen Elektroplaner nun
noch besser bei der Planung
und Projektierung der
elektrischen Energieverteilung Bild: Siemens Simaris design 6.0 ermöglicht es, elektrische Netze von der Mittelspannung bis zur Steckdose auf Basis realer Produkte mit minimalem Eingabeaufwand zu dimensionieren. Die Auswahl der erforderlichen Betriebsmittel erfolgt nach Eingabe der jeweiligen Anforderungen automatisch und unter Berücksichtigung der gültigen Normen (VDE, IEC). Berechnet werden Kurzschlussströme, Lastfluss, Spannungsfall und Energiebilanz. Einstellungen für den Personen-, Kurzschluss- und Überlastschutz werden gemäß den Berechnungen automatisch vorgenommen. Die neue Version bietet zusätzlich die Option, Geräte zum Blitz- und Überspannungsschutz in die Planung einzubeziehen.
Mit Simaris project 2.0 können der Raumbedarf und das erforderliche Budget für die elektrische Energieverteilung im Gebäude auf Basis der definierten Projektstruktur und der technischen Grunddaten ermittelt werden. Spezifizieren lassen sich damit unter anderem die für die Mittelspannungsanlagen benötigten Felder, die Transformatoren, die Schutz- und Schaltgeräte für die Niederspannungsschaltanlagen und Installationsverteiler, die zu deren Einbau erforderlichen Felder sowie Art und Länge der Schienenverteiler inklusive der zusätzlich benötigten Komponenten, wie zum Beispiel Abgangskästen.
Im Ergebnis erhalten Planer konkrete technische Daten sowie Maße und Gewichte zu allen Komponenten der Energieverteilung. Diese können in verschiedenen Varianten, zum Beispiel als Ansichtszeichnung, als technische Beschreibung, als Stückliste oder neu auch in Form eines Leistungsverzeichnisses dokumentiert werden. Die Budgetermittlung zu den geplanten Anlagen kann durch Einsenden der Projektdatei an den zuständigen Siemens-Ansprechpartner oder durch eine eigene Kalkulation erfolgen. Zur Unterstützung der Eigenkalkulation wird in Simaris project eine Liste der projektierten Anlagen als Zusammenfassung erzeugt, in der sich jede Anlage mit einem Preis sowie Zu- und Abschlägen versehen lässt.
Simaris curves 2.1 ermöglicht die Simulation von Parametereinstellungen an Schutzgeräten. Neben der Visualisierung und Bewertung der so eingestellten Kennlinien kann eine Dokumentation zu den Auslösekennlinien und deren Toleranzbändern erzeugt werden. Zudem lassen sich Durchlassstrom- und Durchlassenergiekennlinien darstellen und in die Dokumentation einbinden.