Elektro- und Installateurgewerbe : Kollektivverhandlungen 2026 abgeschlossen
Der Kollektivvertragsabschluss 2026 für Arbeiter*innen im Elektro- und Installateurgewerbe ist da.
- © DDRockstar - stock.adobe.comSeit dem 24. Oktober ist der neue Kollektivvertrag für Arbeiter*innen im Metallgewerbe abgeschlossen. Die Laufzeit des Abschlusses beträgt zwei Jahre, mit Gültigkeit ab 1. Jänner 2026. Die IST-Löhne steigen sowohl im ersten Jahr (2026) als auch im zweiten Jahr (2027) um 1,8 Prozent, mit einer Deckelung im Jahr 2026 bei maximal 85 Euro pro Monat. Die KV-Löhne steigen im ersten Jahr (2026) um 2,2 Prozent und im zweiten Jahr (2027) werden die KV-Löhne um 2,0 Prozent erhöht. Die rollierende Inflation, die den Verhandlungen zugrunde gelegt wurde, betrug 2,82 Prozent.
Die Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulage, die Montagezulage und die Zulage für die 2. Schicht werden um 2,2 Prozent erhöht. Die Aufwandsentschädigungen steigen um 2 Prozent. Zudem wurde ein Stufenplan bis 2029 zur Anhebung der Zulage für die 3. Schicht bzw. für Nachtarbeit auf 4 Euro vereinbart. Das Kilometergeld wird auf 50 Cent angehoben.
„Die Marktsituation der Betriebe im Metallgewerbe ist unverändert schwierig. Hohe Energiepreise und zuletzt deutlich gestiegene Lohnkosten haben der Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig geschadet", erklärt Verhandlungsleiter Manfred Denk, zugleich Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKO. Der KV-Abschluss im Metallgewerbe betrifft insgesamt rund 120.000 Arbeiter*innen in mehr als 20.730 Arbeitgeberunternehmen sowie 19.000 Lehrlinge und gilt u.a. für das Elektrogewerbe und das Sanitär- und Heizungsinstallationsgewerbe.
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Der Zweijahresabschluss bringt Planbarkeit hinsichtlich betrieblicher Investitionen. Zusätzliche Einmalzahlungen konnten im Sinne unserer Mitglieder vermieden werden.Anton Berger, Bundesinnungsmeister
Signal an den Nachwuchs
Anton Berger, Bundesinnungsmeister der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker*innen, wertet das Ergebnis als Zeichen einer gut funktionierenden und gelebten Sozialpartnerschaft im Metallgewerbe. „In einer angespannten wirtschaftlichen Situation für unsere Betriebe gibt der Abschluss unseren Mitgliedern den nötigen Spielraum, um den Herausforderungen zu begegnen und verlässliche Arbeitgeber zu bleiben, damit Arbeitsplätze erhalten bleiben. Der Zweijahresabschluss bringt Planbarkeit hinsichtlich betrieblicher Investitionen. Zusätzliche Einmalzahlungen konnten im Sinne unserer Mitglieder vermieden werden."
Ein Signal soll auch in Richtung junger Menschen gehen: Über beide Jahre betrachtet werden die Lehrlingseinkommen jeweils um 2,0 Prozent steigen, jedoch werden zur Aufwertung der dualen Ausbildung ab 2026 die Lehrlingseinkommen im 1. Lehrjahr auf 1.000 Euro und im 4. Lehrjahr auf 2.000 Euro angehoben. „Die Lehrlinge von heute sind unsere Fachkräfte von morgen: Es war uns wichtig, hier ein Zeichen der Wertschätzung für die Lehrlingsausbildung zu vermitteln und die Metallbranchen im Gewerbe und Handwerk als äußerst attraktiven Arbeitgeber zu positionieren“, sagt Christian Bräuer, Bundesinnungsmeister der Elektrotechniker. Erneut konnte zudem vereinbart werden, dass den Lehrlingen in den ersten drei Ausbildungsjahren vom Betrieb ein Klimaticket finanziert wird. Weiters wird der Einstiegslohn für Facharbeiter:innen nach abgeschlossener Lehre mit Jänner 2027 auf mindestens 3.000 Euro steigen.