Großinsolvenz im Baustoffhandel : Quester meldet Insolvenz an
Der Baustoffhändler Quester ist insolvent.
- © Falko Matte - stock.adobe.comDer österreichische Baustoff- und Fliesenhändler Quester hat am 3. November 2025 einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung beim Handelsgericht Wien eingereicht. Darüber informiert das Unternehmen in einer Aussendung selbst. In den letzten beiden Jahren habe Quester laut Firmenbuch Verluste von sieben Mio. Euro und 15 Mio. Euro geschrieben, schreibt der ORF.
Ursache für die angespannte finanzielle Situation seien in erster Linie die anhaltend negativen Entwicklung der Bauindustrie und der damit verbundenen Rückgang bei Absatzvolumen, Umsatz und Ertrag, liest sich darin. „Intensive" Gespräche mit potenziellen Investoren seien bereits im Gange, auch was die Finanzierung des Sanierungsplans betrifft. Die nahtlose Fortführung des Betriebes soll mit dem Insolvenzverwalter auf Basis der bereits erarbeiteten Fortbetriebsplanung abgestimmt werden.
1934 gegründet, bietet das Unternehmen Werkzeug und Baustoffe von Fliesen bis hin zu Trockenbau und der Garten- und Landschaftsgestaltung an. Rund 290 Mitarbeitende an 14 Standorten sind betroffen. Deren Gehälter sind laut Medienberichten für Oktober noch ausständig. Außerdem wichtig: Weder der Antrag noch die Eröffnung des Sanierungsverfahrens beenden das Arbeitsverhältnis, heißt es von Seiten der Arbeiterkammer zur Großinsolvenz.
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