Blauberg Ventilatoren : Lüftungstechnik im Rollladenkasten
Quasi unsichtbar: Beim Neubau im Altmühltal wurden Blauberg-Lüftungsgeräte vollständig im Mauerblock am Rollladenkasten integriert, ohne außenliegende Hauben oder Mauerdurchbrüche.
- © Blauberg VentilatorenWie lässt sich moderne Einzelraum-Lüftungstechnik ohne sichtbare Außengeräte, die das architektonische Gesamtbild stören, realisieren? Der deutsche Lüftungsexperte Blauberg Ventilatoren zeigt mit der Vento-Serie und einer Partnerlösung, wie sich eine Lüftung unauffällig umsetzen lässt: Mittels Integration dezentraler Lüftungsgeräte über einen vormontierten Mauerblock mit der Be- und Entlüftung über den Rollladenkasten.
Bei der Lösung werden die Lüftungsgeräte nicht per Kernbohrung in die Außenwand eingebaut, sondern werkseitig in einen vormontierten Mauerblock integriert. Das schallgedämmte Modul beinhaltet den Wärmetauscher und die Kondensatableitung, der Luftauslass befindet sich seitlich und wird über den Rollladenkasten abgeführt. Dadurch sind weder außenliegende Hauben noch spätere Mauerdurchbrüche notwendig. Die Fassade bleibt so optisch ruhig, der Einbau ist bereits im Rohbau möglich, auch spätere Nachrüstungen sind möglich.
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Zwei Geräte im Pendelsystem
Blauberg verwendet für dieses System das dezentrale Einzelraum-Lüftungsgerät Vento Expert A50-1 W V.2. Ein sogenanntes Pendelsystem funktioniert mit zwei Geräten im Paarbetrieb, die im 70-Sekunden-Takt zwischen Zu- und Abluft wechseln. Während das eine Gerät verbrauchte Raumluft abführt, zieht das andere die frische Außenluft an. Ein keramischer Wärmetauscher speichert die in der Abluft enthaltene Wärme und gibt sie in der folgenden Phase an die Zuluft ab. So lässt sich ein Wärmerückgewinnungsgrad von bis zu 95 Prozent erreichen.
Zum Be- und Entlüften per Rollladen/Raffstorekasten wird ein schallgedämmter vormontierter Mauerblock verwendet. Das Lüftungsgerät verbirgt sich in dem grauen Block. Der kleine Schlauch beim blauen Zuluft-Pfeil ist für die Ableitung von Schwitzwasser. Der Luftauslass befindet sich seitlich beim roten Pfeil.
- © Blauberg VentilatorenLuftführung über den Rollladenkasten
Ein Neubauprojekt im Altmühltal verfügt bereits über die Lüftungslösung. Dort wurde Ende 2024 ein Mehrfamilienhaus mit 17 Wohneinheiten mit insgesamt 46 Geräten ausgestattet. Zum Einsatz kam das Air-Iso-Comfort-System der Ingolstädter Firma Heckner Rollladenbau. Dabei handelt es sich um einen schallgedämmten Rollladenkasten, der das Lüftungsgerät samt Rohr, Luftauslass, Wärmetauscher und Kondensatablauf in einem Baustein aufnimmt. Der Vorteil: Es sind keine Außenhauben nötig, da die Luftführung direkt über den Rollladenkasten erfolgt.
Der Wohnkomfort wird so nicht nur durch frische Luft, sondern auch durch eine dezente Optik und Schallschutz verbessert. Die Betriebsgeräusche der Lüftungsgeräte selbst liegen im niedrigsten Modus laut Herstellerangaben bei 11 dB(A), die Isolierung im Mauerblock sorgt für zusätzliche Dämmung. Wartung und Reinigung sind werkzeuglos und einfach, da die Geräte gut zugänglich bleiben. Aus hygienischer Sicht ist die Integration im Rollladenkasten außerdem vorteilhaft, da lange Rohrsysteme entfallen. Der Kondensatablauf ist direkt im Kasten integriert.
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Ergänzt wird das System von vier Lüftungsgeräten Blauberg A30 S10 W V.2, ein kompaktes, dezentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung, das sich durch seine geringe Bautiefe für dünnere Außenwände eignet. Es arbeitet reversierend mit einem keramischen Wärmespeicher. Dazu kommen acht Abluftventilatoren vom Typ Sileo Design 100 H.
Auslegung nach DIN 1946-6
Die Auslegung der Lüftung erfolgte gemäß DIN 1946-6 und berücksichtigte Punkte wie Raumgrößen, Nutzungseinheiten und Luftmengenbedarf. Im nächsten Schritt spezifizierte Heckner Rollladenbau die Lüftungsgeräte und deren genaue Platzierung. In kleineren Räumen arbeiten jeweils zwei Geräte im Gegentakt, größere Wohnungen erhielten eine entsprechend höhere Gerätezahl.
Der gesamte Betrieb ist auf Druckneutralität ausgelegt, dafür sind eine gerade Anzahl synchron geschalteter Geräte und eine funktionierende Überströmung, etwa über Türspalte, erforderlich. So ließ sich ein gleichmäßiger und kontinuierlicher Luftaustausch über alle Bereiche hinweg sicherstellen. Die Rollladen- bzw. Raffstorekästen wurden werkseitig vorbereitet und im Rohbau montiert. Sobald die Fassaden- und Innenausbauarbeiten abgeschlossen waren, folgte die Endmontage der Lüftungstechnik.
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