Heizungssanierung

Wunsch nach mehr Steueranreizen und Förderinformationen

Das äußerten die Österreicher in einer aktuellen Umfrage zum Thema Heizungssanierung. Immerhin ist klimafreundliches Heizen für 80 % der Österreicher ein wichtiges Thema.

Laut einer aktuellen Umfrage zu Heizungssanierung wünschen sich Österreicher Steueranreize und mehr Information über Förderungen. Der Wille zum klimaschonenden Heizen sei da, die Förderungen seien aber zu unübersichtlich. Das Zukunftsforum SHL macht konkrete Vorschläge.

Mehr als ein Viertel wünscht sich Steueranreize

Die stärkste Motivation zur Sanierung von Haus und Heizung sind Kostenersparnis und eine klimaschonendere Energienutzung, so das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Immerhin 37 % der Österreicher erwägen in den nächsten drei Jahren eine Form der thermischen Sanierung. Die Motivation steigern könnten steuerliche Vorteile, die sich 28 % der Befragten wünschen. Die vom Zukunftsforum SHL ausgearbeiteten Vorschläge sollen sich mit den Forderungen der Verbraucher decken.

Die kommende Steuerreform bietet eine ausgezeichnete Chance, um hier zusätzliche Anreize zu schaffen und so die Sanierungsrate langfristig zu erhöhen und unsere Klimaziele zu erreichen“, so Martin Hagleitner, Vorstand von Austria Email und stellvertretender Obmann des Zukunftsforum SHL. Deshalb setze sich das Zukunftsforum SHL für eine steuerliche Vergünstigung im Rahmen der Einkommenssteuer, bzw. für eine abzugsfähige Sonderausgabe bei der Arbeitnehmerveranlagung ein. Das solle für Eigentum wie auch gemietete Hauptwohnsitze gelten.

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Kritik am Förderdickicht

Klimafreundliches Heizen ist für 80 % der Österreicher ein wichtiges Thema, so die Umfrage. Was der Umsetzung im Weg steht: Zwei Drittel fühlen sich schlecht über Fördermöglichkeiten informiert. Dabei sind diese aktuell so hoch wie noch nie: Allein vom Bund stehen 2021/22 für „Raus aus Öl und Gas“ und Sanierungsoffensive für Private und Betriebe insgesamt 750 Millionen Euro zur Verfügung. In Kombination mit Förderungen der Bundesländer sind pro Haushalt maximal zwischen 8.000 und 13.000 Euro an Unterstützung für den Heizungstausch möglich.

Installateur Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforum SHL: „Der Weg zur richtigen Förderung ist von Haus zu Haus unterschiedlich und erfordert einiges an Know-How. Deshalb: Informieren Sie sich, etwa auf meineheizung.at, und sprechen Sie Ihren Fachinstallateur darauf an! Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach – bei energieeffizienten ‚e5-Gemeinden‘ gibt’s vielleicht einen Extra-Bonus – oder nutzen Sie die Energieberatung Ihres Bundeslandes!" Am besten könne man die Fördermöglichkeiten nutzen, wenn eine Heizungsmodernisierung längerfristig geplant wird "und nicht erst, wenn die alte Heizung den Geist aufgibt.

Anregungen für eine Neugestaltung

Langfristig schlägt das Zukunftsforum SHL eine Neugestaltung der Förderungen für Heizungsmodernisierungen vor. Diese soll einen einfachen Antrags- und Freigabeprozess auf Basis einer Checkliste via Onlineportal, eine ergebnisorientierte Förderung nach Verbesserung der Effizienz sowie CO2-Emissionen und österreichweit einheitliche Richtlinien beinhalten.