Richtige Installation : Diese Fehler sollten Sie bei der Trinkwasserinstallation vermeiden

Die Legionellose ist eine häufig unterschätzte Infektionskrankheit, die bei rund 15 Prozent der Infizierten zum Tod führt. Die Infektion erfolgt durch Legionellen - Bakterien die sich im Trinkwasser ansammeln und über die Atemwege aufgenommen werden. Diese Fehler gilt es zu vermeiden, um Legionellen und weiteren Gefahrenquellen zu vermeiden.
1. Zu geringer Wasserverbrauch
In weit verzweigten Trinkwasseranlagen sind Stagnation und kritische Temperaturbereiche das größte Risiko für die Trinkwasserhygiene. Schnell können Legionellen entstehen, die auf Dauer zu schweren Erkrankungen führen können. Manche Anlagen, wie zum Beispiel die Duschen in Schulsporthallen, werden nur selten genutzt, wodurch das Wasser lange in den Leitungen entsteht. Hier können Spülstationen Abhilfe verschaffen. Diese erkennen, wenn die Rohre lange ungenutzt bleiben und spülen bei Bedarf Wasser durch die Leitungen, sodass diese ständig gereinigt werden.
2. Unsaubere Installation
Wird bei der Trinkwasserinstallation unsauber gearbeitet, können Abfallstoffe wie Kupferspäne in den Leitungen zurückbleiben. Diese führen auf Dauer zu einer Lochfraßkorrosion. Dabei handelt es sich um klein erscheinende Löcher in der Oberfläche, die sich schnell und weit ausbreiten können. Durch die Korrosionen kann Wasser aus den Leitungen austreten, wodurch es zu groben Wasserschäden kommen kann.
3. Wärmeübertragung nicht berücksichtigt
Damit kaltes Wasser auch wirklich kalt aus der Leitung kommt, hat der Fachmann für die richtige Isolierung zu sorgen. Ist die Isolierung zu dünn können die Temperatureinflüsse anderer Leitungen zu einer Erwärmung des Wassers werden und damit für die ideale Brutstätte für Bakterien sorgen. Warmwasser kühlt bei einer unzureichenden Isolierung außerdem schneller ab und führt damit zu einem höheren Energieverbrauch.
4. Tote Leitungen
Auch eine Totleitung fördert das Legionellenwachstum. Totleitungen entstehen entweder bei Umbauten, wie zum Beispiel das Entfernen eines unnützen Bidets, oder werden für spätere Nachrüstungen installiert. Die Leitungen werden nicht genutzt und sind mit einem Verschluss versehen, der das Austreten von Wasser verhindert. Da die Rohre meist trotzdem angeschlossen sind, füllen sie sich mit Wasser. Das Wasser stagniert dann in den Totleitungen und ist dort eine Brutstätte für Mikroorganismen.
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