Kugler GmbH : Prominenter Installateur-Konkurs in Niederösterreich

insolvenz, insolvenzgericht, insolvenzmasse, insolvenzverfahren, insolvenzordnung, insolvenzverschleppung, insolvenzgeld, insolvenzrecht, insolvenzverwalter, insolvenzantrag, pleite, ruin, konkurs, bankrott, schulden, liquidität, überschuldung, zahlungsunfähigkeit, schuldschein, schuldner, gläubiger, schuldnerberatung, vergleich, wirtschaftskrise, finanzkrise, krise, risiko, firmenpleite, geschäftsaufgabe, privatinsolvenz, schuldenerlass, ratenzahlung, stundung, ordner, akte, akten, aktenordner, büro, bürokratie, beratung, hilfe, kündigung, sparen, neuanfang, start, ende
© h_lunke - stock.adobe.com

Die Firma Kugler wurde 1952 von Wilhelm Kugler in Gföhl gegründet, 1968 mit dem Einstieg seines Sohnes Wilfried Kugler um einen zweiten Standort im nahe gelegenen Krems erweitert und 1979 von diesem gänzlich übernommen. 

Dieser baute das Unternehmen deutlich aus: Zu den besten Zeiten beschäftigte das Unternehmen mit den Schwerpunkten Bad/Heizung/Umwelttechnik nach eigenen Angaben über 60 Mitarbeiter*innen. Mit dem Konkursantrag beim Landesgericht Krems am 18. November 2025 endet die Geschichte des Installationsbetriebs, der keine Sanierung anstrebt und nicht weitergeführt werden soll.

>> Tipp der Redaktion: Über alle Unternehmensmeldungen aus der Branche bleiben Sie auch mit unserem Newsletter immer up to date!

Drei Generationen Kugler

KR Wilfried Kugler, Jahrgang 1942, ist ein prominenter Name in der Gebäudetechnik-Szene. Der Unternehmer war langjähriger Landesinnungsmeister der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker in Niederösterreich und von 1999 bis 2005 Bundesinnungsmeister der Installateur*innen. Dem verdienten Funktionär wurden viele Ehrungen zuteil, noch zu seinem 80. Geburtstag 2022 bekam er von den "Silberlöwen" des niederösterreichischen Wirtschaftsbunds das goldene Ehrenzeichen verliehen.

>>> Insolvenzjahr 2024 setzt sich fort

Nach seinem Pensionsantritt des Eigentümers übernahm der langjährige Mitarbeiter Rudolf Simlinger von 2003 bis zu seiner eigenen Pensionierung 2016 die Geschäftsführung. Dann war wieder die Eigentümerfamilie selbst dran: Mit Jürgen Kugler übernahm die dritte Generation die Geschäftsführung und hatte zuletzt laut Konkursantrag noch 43 Mitarbeiter*innen.

Kugler Wilfried
KR Wilfried Kugler (Mitte) bei der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens durch die "Silberlöwen" des Wirtschaftsbunds 2022 auf deren Website (Quelle: www.wbnoe.at) - © Screenshot www.wbnoe.at

Das Abgleiten in die  Insolvenz wird unter anderem im Zusammenhang mit den derzeit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen und den daraus resultierenden Problemen gesehen. Insbesondere wird im Konkursantrag auf die Auswirkungen der Krise der Bauwirtschaft sowie auf die gestiegenen Personal- und Energiekosten verwiesen. Letztlich sollen auch Investorengespräche gescheitert sein. 

>>> Sanierungsrate in Österreich: 1,5 Prozent sind nicht genug

Gemäß den beim Landesgericht vorgelegter Unterlagen sind laut Alpenländischem Kreditorenverband AKV von dieser Insolvenz rund 50 Gläubiger mit Gesamtforderungen von etwa EUR 1,9 Mio. betroffen. 

Die Vermögensverhältnisse und damit die Befriedigungsaussichten für die Gläubiger werden derzeit überprüft. Noch bis 14. Jänner 2026 haben weitere Gläubiger die Möglichkeit, ihre Forderungen anzumelden. Da eine Unternehmensfortführung nicht angestrebt wird, wird die Kugler GmbH nach Abschluss des Konkursverfahrens liquidiert werden.