Heizungstausch in den Bundesländern : Kärnten installiert die meisten Pelletheizungen

So viele neue Pelletheizungen kamen in den österreichischen Bundesländern im 1. Halbjahr 2025 auf 1.000 Einwohner*innen.

So viele neue Pelletheizungen kamen in den österreichischen Bundesländern im 1. Halbjahr 2025 auf 1.000 Einwohner*innen.

- © proPellets Austria

Kärnten ist beim Umstieg von fossilen Heizarten auf Pelletheizungen momentan am schnellsten, zeigt eine Analyse des Branchenverbands proPellets Austria. Auf 1.000 Haushalte umgerechnet sind im ersten Halbjahr 2025 im südlichsten Bundesland 8,6 neue Pelletheizungen dazugekommen, mit jeweils 7,8 neuen Pelletheizungen im selben Zeitraum liegen Oberösterreich und die Steiermark ex aequo dahinter, gefolgt von Niederösterreich mit 7,3 neuen Heizungen. 

„Es ist schon erstaunlich, in welch unterschiedlichem Tempo die Haushalte in den einzelnen Bundesländern auf nachhaltige Heizungen umsteigen“, wundert sich Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria. Sie zeigt sich überzeugt, dass mehr politische Überzeugungsarbeit und bundesweit einheitliche Förderungen auch bei den langsameren Bundesländern für mehr Tempo beim Heizungstausch sorgen würden.

Auch das Burgenland liegt mit 6,8 Pelletheizungen noch über dem Österreich-Schnitt von 5,8 Pelletheizungen. Unter dem Schnitt finden sich Salzburg mit 3,7, Tirol mit 3,1 und schließlich Vorarlberg mit einer neu installierten Pelletheizung auf 1.000 Haushalte wieder. Wien wird in der Analyse nicht angeführt.

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So hat Österreich gewählt: Von fossilen, hin zu erneuerbaren Heizsystemen in den letzten vier Jahren.

- © proPellets Austria

Pellets sind Favorit bei "Raus aus Öl"

Eine längerfristige Betrachtung von 2021 bis 2024 zeigt, dass in diesem Zeitraum mehr als 157.000 fossile Heizungen getauscht, davon 75.000 Ölheizungen und 60.000 Gasheizungen. Bei den Heizöl-Aussteigern sind Pellets die Nummer 1 – 37.200 Haushalte sind von alten Öl-Kesseln zu Pelletheizungen gewechselt, ebenso wurden 11.291 Gasheizungen gegen die Alternative getauscht, 9.000 Allesbrenner und 968 Elektroheizungen.

Haushalte, die ihre Erdgasheizung austauschen, wechselten in den vergangenen Jahren mehrheitlich auf eine Wärmepumpe – von 2021 bis 2024 waren es 35.322. Stiksl dazu: „Diese Zahlen zeigen, dass die Förderungen wirken und jedenfalls fortgesetzt werden müssen, um den Ausstieg aus fossiler Energie zu schaffen.“