Groß im Geschäft

Coronakrise: Klopapierhersteller produzieren rund um die Uhr

Über die Hamsterkäufe der Österreicher freut sich der Hygienepapier-Anbieter Essity in Pernitz und auch bei Hakle läuft vor allem eins: Das Fließband.

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Nach der Coronakrise freut sich zumindest der Hamster über neue Einstreu. 

Die Klopapier-Hysterie scheint nicht abzureißen. Noch immer tragen die Menschen voller Stolz die gehamsterten Klopapierrollen aus dem Supermarkt und stellen damit den Handel auf den Kopf – und die Klopapierfabriken. In Niederösterreich läuft die Produktion von Essity auf Hochtouren, es wird rund um die Uhr produziert. Statt, wie vor der Coronakrise, an sechs Tagen läuft die Produktion nun an sieben Tagen die Woche. „Derzeit liegt unser Auslieferrekord bei 6.000 Paletten Toilettenpapier an einem Tag“, berichtete Andreas Greiner, Leiter des Essity-Werks in Ortmann. 

Ähnlich sieht es in Deutschland bei der Marke Hakle aus: Die Nachfrage ist plötzlich um 50 Prozent gestiegen und auch Hakle produziert nun an sieben Tagen die Woche.  „Der Handel orderte plötzlich große Mengen Hygienepapier. Die Menschen haben angefangen, in Unmengen Toilettenpapier zu hamstern“, berichtet Hakle-Chef Volker Jung im Gespräch mit der Tageszeitung Welt. Grund zur Beunruhigung gibt es dabei aber keinen, die Versorgung sei gesichert, meint Jung. Über 1,5 Millionen Rollen Klopapier produziert Hakle pro Tag, das Lager wird ständig mit neuer Ware befüllt und auch die Lieferkette funktioniert nach wie vor. Auch Essity gibt Entwarnung: In Österreich muss man sich über Versorgungsengpässe mit Toilettenpapier keine Gedanken machen. 

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