Sicherheit

Einbruchssicher durch den Urlaub

Der Alarmanlagenhersteller Telenot erklärt, warum man einen Bogen um nicht-zertifizierte Smart Home Systeme schlagen sollte und welche Alternativen es dafür gibt.

Corona-Reisebeschränkungen werden gelockert und viele Österreicher zieht es in den Urlaub - gleichzeitig warnen Experten wieder vor ungebetenen Gästen zu Hause. „Umso mehr gilt es, jetzt vorsichtig zu sein. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man besser auf Prävention setzen“, rät Martin Unfried, Österreich-Niederlassungsleiter von Telenot in Vorchdorf (OÖ).

Schraubenschlüssel reicht

Laut dem Sicherheitsprofi reicht bereits ein Schraubenschlüssel aus, um eine ungesicherte Terrassentür innerhalb von 30 Sekunden aufzubrechen. „Einbrecher kommen zu 80 Prozent über die Terrassen- oder Balkontür und durch das Fenster. Sie schlagen vor allem dort zu, wo sie schnell und mit geringem Risiko ans Ziel gelangen“, weiß Timo Lösch, stellvertretender Marketingleiter bei Telenot. Die sicherste Maßnahme sei daher immer noch eine Alarmanlage. Unfried warnt in diesem Zusammenhang vor nicht zertifizierten Smart-Home-Systemen, welche die Haussicherung quasi nebenbei übernehmen. Dabei lasse meist die Sabotageüberwachung gegen mechanische oder elektrische Fremdbeeinflussung vor allem der Leitungs- und Funkstreckenüberwachung zu wünschen übrig. Bereits ein einfacher Stromausfall oder eine Störung des Internet-Routers könne diesen Weg unterbrechen, bemängelt Unfried.

Smarte Alarmsysteme

Wer Komfort und Sicherheit via Smart-Home-Systemen verbinden möchte, hat zwei Möglichkeiten: Die erste Option ist, zwei getrennte Systeme einzubauen. Ein Smart-Home-System kümmert sich um Komfortanwendungen und die Optimierung des Energieverbrauchs im Haus, das andere sichert Risiken ab und warnt die Hausbewohner im Ernstfall. Die zweite Möglichkeit ist die Installation einer zertifizierten Alarmanlage, die zusätzlich Smart-Home-Funktionen übernehmen kann. Die mehrfach prämierten „compact easy“ von Telenot schaltet etwa beim Verlassen des Hauses automatisch die Außensteckdosen ab. Ebenso kann die Steuerung der Rollläden oder der Türverriegelungen mit Sicherheitsfunktionen verbunden werden. So entriegeln etwa bei einem Feueralarm die Türen und die Rollläden fahren hoch, um Fluchtwege zu öffnen. In Kombination mit der Alarmanlagen-App „BuildSec 4.0“ können aktuelle Statusinformationen auch von unterwegs eingesehen werden.

10 Profi-Tipps für ein sicheres Zuhause in Abwesenheit

  • Keine Abwesenheit durch offene, leere Garagen und Dunkelheit im Haus signalisieren. Licht im Außenbereich (Bewegungsmelder) verunsichert, aber auch bei wenn man nicht da ist, sollte Licht in einigen Räumen brennen (Zeitschaltuhren).
  • Keine Einsicht in die Räume gewähren: Jalousien sollten geschlossen, Vorhänge zugezogen sein.
  • Vor dem Weggehen alle Fenster schließen.
  • Bei mechanisch gesicherten Fenstern und Glastüren den Schlüssel nie innen stecken lassen.
  • Eingangstüren immer versperren, sobald man den Wohnungsbereich verlässt. Nur zuziehen reicht nicht, denn unversperrte Türen lassen sich leichter öffnen.
  • Lichtschachtgitter sollten gesichert werden.
  • Leitern, Werkzeuge und anderes Material, das für einen Einbruch verwendet werden könnte, sollten nicht im Freien gelassen werden.
  • Bei längerer Abwesenheit Nachbarn oder Bekannte bitten, regelmäßig den Briefkasten zu entleeren.
  • Kein Bargeld, Schmuck oder Wertpapiere in tragbaren Kassetten aufbewahren, Geldschränke sollten im Boden oder in der Wand verankert werden.
  • Fachmännisch installierte Alarmanlagen kombiniert mit einbruchhemmenden Fenstern, Terrassen- und Balkontüren schrecken die meisten Täter ab.