Wasserhygiene

Lockdown und Sommer sind der ideale Nährboden für Legionellen

Mehr als jede zehnte Trinkwasseranlage ist von Legionellen-Befall betroffen. Die Wiedereröffnung des Tourismus und die warmen Sommertemperaturen erhöhen das Risiko weiter: Welche Gegenmaßnahmen Sinn machen.

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Nach den Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie warnt die AGES - Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit - vor einem gestiegenen Legionellen-Risiko unter anderem in Wasserleitungen von Hotel- und Beherbergungsbetrieben, Schwimmbädern und Sportanlagen oder Bürogebäuden. Untersuchungen der Techem Wassertechnik aus den beiden letzten Jahren bestätigen dies: Ca. 11 Prozent aller geprüften Anlagen weisen einen Befall mit Legionellen auf. Vor allem bei der ungeprüften Wiederinbetriebnahme von Wasserinstallationen kann das gefährlich sein. Denn wenn Wasser in den Leitungen während des Lockdowns zu wenig bewegt wurde, können sich die Legionellen im Biofilm in Ruhe vermehren. Doch auch in den eigenen vier Wänden steigt das Legionellen-Risiko durch längere Abwesenheit – wie beispielsweise während des nach einem langen Corona-Jahr endlich gegönnten Urlaubs. 

In den letzten Jahren sind in Österreich mehr als 230 Legionellen-Erkrankungen pro Jahr gemeldet worden. Die Dunkelziffer liegt dabei um ein Vielfaches höher, da man davon ausgeht, dass nur 5 Prozent der Erkrankungen gemeldet werden. Das entspräche jährlich rund 4.000 Personen in Österreich, die durch Legionellen erkranken, bis hin zum tödlichen Verlauf. Laut AGES besteht ein erhöhtes Risiko für Personen mit geschwächtem Immunsystem, mit chronischen Lungenerkrankungen sowie für Raucher. Männer erkranken statistisch gesehen zwei- bis dreimal so häufig wie Frauen.

Von der Beratung bis zur Sanierung

Damit Gäste und Besucher ihren Aufenthalt in Bädern und Hotels unbeschwert genießen können sowie Bewohner in Hausanlagen sicher sind, müssen Eigentümer das Trinkwasser regelmäßig auf Legionellenbefall überprüfen lassen. Serviceanbieter Techem Wassertechnik bietet in Kooperation mit akkreditierten Laboren Kontrolluntersuchungen an und unterstützt im Fall eines Befalls Verwalter und Vermieter bei der Sanierung. Dabei setzt die Techem Wassertechnik auf Komplettlösungen aus einer Hand, um eine möglichst effiziente Abwicklung bei Prävention und Sanierung zu gewährleisten. Aber auch in der Prävention ist die Techem Wassertechnik aktiv und und zeigt auf, welche Maßnahmen im eigenen Heim bei der Vorbeugung helfen.

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Doch auch Vermieter, Verwalter und auch Bewohner/Mieter selbst können mit einfachen Maßnahmen einer Legionellen-Infektion vorbeugen, etwa durch konsequentes Spülen mit heißem und kaltem Wasser nach einer mehr als 72 Stunden dauernden Abwesenheit. Ein zentrales Thema ist die Wassertemperatur, die von den Anlagenverantwortlichen im Auge behalten werden müssen: Temperaturen zwischen 25 Grad Celsius und 55 Grad Celsius sind die ideale Brutstätte für Legionellen. Daher sollten Anlagenbetreiber die Warmwasseranlage in einem höheren Temperaturbereich fahren.