Kühler Innenraum

Massive Bauweise kann Klimaanlage ersetzen

Wenn das Außenthermometer die 30 Grad-Marke überspringt, sorgen gedämmte Häuser im Inneren für erträgliche Temperaturen. Warum massives Bauen diesen Effekt verstärkt.

Achtet man beim Neubau bereits auf eine massive Bauweise, kann man sich Ventilator und Klimaanlage später sparen.

Wie unangenehm und körperlich belastend Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius über mehrere Tage hinweg sein können, erleben wir am Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle. Dabei stellt sich auch in unseren Breiten immer öfter die Frage: Wie kann ich mein Haus umweltfreundlich und kostengünstig kühl halten? Im Viva Forschungspark von Baumit werden seit dreieinhalb Jahren die Außen- und Innentemperaturen in zehn unterschiedlichen Forschungshäusern gemessen und aufgezeichnet. Die Ergebnisse zeigen ganz klar: Dämmung schützt vor sommerlicher Überwärmung in Innenräumen. So lagen auch bei Hitzewellen mit Außentemperaturen von bis zu 36 Grad im Schatten die Innenraumtemperaturen in gedämmten Massivhäusern um 25 Grad - im ungedämmten Altbestand war es mit über 30 Grad hingegen tropisch warm. Bei Häusern mit gleichem Dämmwert gilt: je massiver die Bauweise der Wandkonstruktion, desto niedriger sind die gemessenen Innenraumtemperaturen.

https://youtu.be/5c1o9IETYrw

Gesteigertes Wohlbefinden

„Bei einer Hitzewelle kommt es vor allem in dicht verbauten Stadtteilen ohne Grün, den Heat Islands, teils zu starken sommerlichen Überwärmungen in Innenräumen. Diese starken Hitzebelastungen setzten speziell älteren Menschen sehr zu“, so Hans-Peter Hutter vom Department für Umwelthygiene und Umweltmedizin. „Da Gebäude mit ausreichender Speichermasse deutlich länger kühl bleiben, können massive Wände neben einer guten Dämmung dazu beitragen, dass nicht nur das Wohlbefinden gesteigert wird, sondern auch hitzebedingte Erkrankungen wie zum Beispiel Hitzekollaps, Hitzeerschöpfung oder Hitzekrämpfe verringert werden können“.

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