Eröffnung

Viega setzt Maßstäbe im nachhaltigen Bauen

Das Familienunternehmen eröffnete kürzlich ein neues Seminarcenter in Attersee. Der Neubau wurde mit BIM geplant, auch die Betrachtung des Gebäude-Lebenszyklus und der ressourcenschonende Umgang mit Energie waren dabei von Bedeutung.

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Der Neubau in Attersee am Attersee dient in seiner Doppelfunktion als Vertriebsniederlassung und Seminarcenter mit angeschlossenem Ausstellungsbereich.

Das neue Seminar- und Vertriebscenter von Viega in Attersee am Attersee ist eröffnet. Konsequent mit der Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) geplant, soll es zu einem Treffpunkt für die TGA-Branche werden. Der 3.000 Quadratmeter große Neubau wurde nachhaltig gebaut, es erzeugt also mehr Energie als es verbraucht. Für diesen schonenden Umgang mit Energie gab es neben der „Platin“-Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) auch „Gold“ von der österreichischen Regierungsinitiative „klimaneutral“.

Zweitwichtigster Markt in Europa

Mit dieser Investition mache man deutlich, dass Österreich nach Deutschland inzwischen der wichtigste Markt in ganz Europa geworden sei, betont der Vorsitzende der Viega Geschäftsführung Claus Holst-Gydesen. Denn durch die Entwicklung des Unternehmens sei man am bisherigen Standort in Seewalchen an die Kapazitätsgrenzen gestoßen. Im Rahmen des Neu-, und Ausbaus wurden auch die Schulungskapazitäten verdoppelt. „Viele der Seminarinhalte können in dem Neubau direkt in der Praxis nachvollzogen werden, da alle im Gebäude ablaufenden Prozesse einem lückenlosen Monitoring unterliegen, das, wo immer möglich, für die Gäste sichtbar wird“, erklärt Holst-Gydesen.

Herausforderung nachhaltiger Bau

Für Christian Rüsche, Geschäftsführer Österreich, ist das neue Seminarcenter zugleich Ausdruck der Verbundenheit mit den Fachplanern und Installateuren, aber auch dem Fachgroßhandel, denn „deren Vertrauen in unsere Produkte und Systeme war und ist der Grundstein für die erfreuliche Entwicklung, die Viega gerade in den vergangenen Jahren auf dem österreichischen Markt genommen hat". Diese Partnerschaft möchte man weiter intensivieren, beispielsweise durch die Seminare, oder das neue Seminarcenter, welches zu einem Branchentreffpunkt für den Austausch und das Knüpfen von Kontakten werden solle, um sich "gemeinsam den Herausforderungen des zukünftigen Bauens zu stellen".

White Paper zum Thema

Welche Herausforderungen damit vor allem gemeint sind, wird bei einem Besuch in dem von ATP architekten ingenieure geplanten Seminarcenter deutlich: Denn hier sind die entscheidenden Entwicklungen der kommenden Jahre – wie die integrale Planung mit BIM, die Betrachtung eines Gebäudes über den gesamtem Lebenszyklus hinweg oder der ressourcenschonende Umgang mit Energie, also Nachhaltigkeit – bereits eingeflossen.

An und in dem Neubau können wir jetzt in der Praxis zeigen, wie sich Fachplaner und Installateure mit unseren Produkten und Systemen, aber auch unseren ergänzenden Services am besten darauf einstellen können. Wir bieten also konkrete Unterstützung in einem fachlichen Umfeld, das von Jahr zu Jahr komplexer und anspruchsvoller wird. Als Partner der TGA-Branche sehen wir uns aber in der Verantwortung, genau das zu leisten – und das neue Seminarcenter ist dafür der in jeder Hinsicht passende Rahmen“, sagt Christian Rüsche. Der Seminarbetrieb startet – vorbehaltlich der aktuellen Corona-Entwicklungen – mit dem Herbstprogramm ab September.

Leuchtturmprojekt

Warum der Viega Neubau ein Vorzeigebeispiel für die Zukunft des Bauens darstellt, macht ein Blick auf die Details des Planungsprozesses und der Realisierung deutlich: Das Seminarcenter wurde nach der Planungsmethode BIM entlang eines digitalen Modells entwickelt, das vereinfachte den Bauprozess und erleichtert den künftigen Betrieb mit Wartung und Instandhaltung. Bei der Planung des Centers wurden auch die sozialen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen über den Lebenszyklus hinweg berücksichtigt. Das Gebäude kann dank eines Segmentkonzepts beispielsweise flexibel an sich im Laufe der Jahre verändernde Anforderungen angepasst werden.

Der kubische Baukörper ist unter anderem durch seine reduzierte Umfassungsfläche einerseits als Plus-Energie-Haus konzipiert, andererseits bietet die Glasfassade gleichzeitig einen Panoramablick über den Attersee und das Höllengebirge. Neben einer luftdichten Bauweise (Luftwechselrate: n50 = 0,32 1/h bei 50 Pascal), sollen die Glasflächen im Frühjahr/Herbst sowie in den Wintermonaten durch ihre Anordnung in der Fassade für einen hohen Wärmeeintrag sorgen. Das senkt den Energiebedarf, der ansonsten über eine Geothermieanlage gedeckt wird. Hinzu kommt eine PV-Anlage auf dem Dach des Gebäudes, durch die der eigene Strombedarf ressourcenschonend gedeckt wird.