TGA Roundtable

Warum die Gebäudetechnik einen Captain Kirk braucht

Innerhalb eines modernen Gebäudes verlaufen viele Systeme parallel, die gemanagt werden wollen. Wie das möglichst effizient gelingen kann und welche Rolle Star Trek dabei spielt, wurde am ersten TGA Roundtable diskutiert.

Elisabeth Berger und Andreas Köttel erzählten beim ersten TGA Roundtable von ihren Erfahrungen im Bereich Gebäudetechnik und gaben, gemeinsam mit den anderen Teilnehmern, eine Einschätzung für die weitere Entwicklung der Branche ab.

"Das eine Gebäude wird es nicht geben", stellt Elisabeth Berger von der Vereinigung Österreichischer Kessellieferanten (VÖK) gleich zu Beginn des ersten TGA Roundtable klar. Unter dem Motto "Technologieoffene Gebäude der Zukunft – Gebäude und der Klimawandel" diskutierten Branchenvertreter über Probleme und Potenziale in der Gebäudetechnik. "Häuser sind Unikate und damit ist auch die jeweilige Haustechnik ein Unikat", fährt Berger fort.

Star Trek für die Gebäudetechnik

Es sind nicht nur unterschiedliche Systeme in einem Gebäude verbaut, für die jeweiligen Systeme sind auch unterschiedliche Betreiber zuständig. "Die Frage ist doch: Wer ist dabei der Captain Kirk, der den Überblick behält?", wirft Martin Zagler, Geschäftsführer des Wasserschadensanierungs-Experten Soluto, ein. Bisher liegt die Verantwortung nämlich nicht nur bei den einzelnen Betreibern, sondern zu einem Großteil auch beim Kunden. So zum Beispiel bei der Wartung von Heizungsanlagen. "Rund ein Drittel der österreichischen Heizungsanlagen wurden mit einem Servicevertrag installiert. Hier wird der Service regelmäßig und selbstverständlich gemacht. Bei den restlichen zwei Dritteln wird entweder zu wenig oder gar nicht gewartet", so Elisabeth Berger. Andreas Köttl, Vorsitzender des Immobilien-Betreibers Value One, ergänzt: "Was wir jetzt versäumen, werden uns die Kunden später nachtragen." Ein Präventivdenken müsse sich entwickeln, damit Kunden auch langfristig zufrieden sind. "Wir legen in allen neuen Gebäuden Lehrverrohrungen, damit die Immobilien zukunftsfit sind", so Köttl. 

Bei Neubauten ist das einfach, komplizierter wird es bei Bestandsbauten. "Man muss hier auch zwischen einer wirklichen Sanierung und einem Neubau mit bestehenden Wänden unterscheiden", erklärt Dietmar Niederhametner, Geschäftsführer von Belimo Automation. Bei einem völlig ausgehöhltem Gebäude, das neu ausgebaut wird, könne man nicht von einer Sanierung sprechen, sind sich die Teilnehmer einig. 

White Paper zum Thema

Zukünftig erwarten Sie noch weitere TGA-Roundtables zu verschiedensten Themen aus der Branche. Mehr zu diesem Roundtable gibt es in der nächsten Ausgabe des TGA-Magazins zu lesen. 

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