Indoor Generation

Warum eine ganze Generation unter schlechter Raumluft leidet

Indoor Generation nennt sich das Phänomen einer Gesellschaft, die 90 Prozent der Zeit in Innenräumen verbringt. Warum das zu einer gesundheitsschädlichen Schadstoffbelastung im Kinderzimmer führen kann.

21,6 Stunden verbringt die Indoor Generation durchschnittlich an einem Tag in Innenräumen.

Als Indoor Generation verbringt die moderne Gesellschaft mittlerweile im Durchschnitt 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen. Im aktuellen Indoor Generation Report zeigt der Fensterhersteller Velux die Gesundheitsrisiken von zu wenig Tageslicht und schlechter Luft im Innenraum auf.

Mangelnde Selbsteinschätzung

Laut einer YouGov-Umfrage glauben die Österreicher, dass sie sich nur 67 Prozent ihrer Zeit drinnen aufhalten. Tatsächlich verbringt die heutige Indoor Generation jedoch durchschnittlich 90 Prozent, also täglich 21,6 Stunden im Innenraum. Nur 13 Prozent der Befragten sind sich dessen bewusst und geben an, sich täglich zwischen 21 und 24 Stunden drinnen aufzuhalten.

Schadstoffbelastung wird unterschätzt

29 Prozent der Befragten glauben außerdem, dass die Raumluft besser ist als die Luft im Freien. Weitere 51 Prozent schätzen die Luftqualität gleichwertig ein oder können keine Angabe machen. Nur 20 Prozent der Befragten wissen, dass die Raumluft im Innenraum für gewöhnlich schlechter ist als draußen. Tatsächlich kann die Luft in geschlossenen Räumen sogar bis zu fünf Mal stärker belastet sein als die Luft im Freien.

White Paper zum Thema

© Velux

Nur 13 Prozent konnten einschätzen, wie viel Zeit sie tatsächlich drinnen verbringen.

Negative Auswirkungen auf Gesundheit

Der Aufenthalt in schlecht belüfteten Wohnhäusern und Büros ist nicht nur unangenehm, sondern kann mit der Zeit auch zu gesundheitlichen Problemen führen. So kann verunreinigte Raumluft Asthma, chronische Bronchitis und andere Atemwegserkrankungen, aber auch Allergien auslösen. Die Wahrscheinlichkeit, an Asthma zu erkranken, steigt sogar um 40 Prozent, wenn man sich zu lange in feuchten, muffigen Räumen aufhält.

© Velux

Dass die Raumluft im Innenraum oft mit mehr Schadstoffen belastet ist, als draußen, wussten nur wenige der Befragten.

Atmung, Duschen, Kochen: Die Ursachen für schlechte Luft sind alltäglich

Eine vierköpfige Familie gibt täglich 1.800 Liter CO2 ab – nur durch das Atmen. Durchschnittlich zehn Liter Wasser entstehen durch alltägliche Tätigkeiten wie Kochen, Putzen, Duschen oder das Aufhängen nasser Wäsche und erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum. Auch Reinigungsmittel, Lacke oder Plastik zählen zu möglichen Quellen für Schadstoffe. Besonders die Kleinsten sind von schlechter Raumluftqualität betroffen, zählen Kinderzimmer doch zu den am stärksten belasteten Räumen im Haus.

https://youtu.be/ygHU0mQGuJU

Einfache Schritte zur besseren Raumluft

Mit etwas Achtsamkeit und bewusstem Verhalten kann man einfach und schnell erste Verbesserungen erzielen. Mehrmaliges Lüften sowie die Nutzung des Dunstabzuges beim Kochen können die Raumluft stark verbessern. Zudem sollte beim Duschen die Tür geschlossen und die Lüftung eingeschaltet werden.

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