120. Geburtstag

Wasser trifft auf Elektro-Pop

Hansgrohe hat sich den eigenen Geburtstag zum Anlass für ein klangvolles Projekt genommen: Aus Störgeräuschen von Prototypen kreierten Musiker Florian Kruse und Co-Komponist Andreas Paulsen ein gesamtes Album.

"WaterTunes" ist ab sofort auf Streaming-Diensten wie Spotify oder Apple Music verfügbar.

Anlässlich seines 120. Geburtstags 2021 arbeitete Hansgrohe mit Künstlern zusammen, die Geräusche in Musik transformieren – und zwar Störgeräusche, die im Hansgrohe Strahl- und Soundlabor aus Produkt-Prototypen herausgefiltert werden. Das Album "WaterTunes" entstand unter dem Motto Hansgrohe als „Taktgeber des Wassers. Seit 1901“.

Imperfektion geht ins Ohr

Dafür arbeitete das Unternehmen mit dem Musiker Florian Kruse und Co-Komponisten Andreas Paulsen zusammen, die auf Basis von Wasserstörgeräuschen acht Tracks kreierten – von energetisch und aktivierend bis hin zu sanft und beruhigend. Das Besondere daran: Aus unvollkommenen Tönen, die im unternehmenseigenen Strahl- und Soundlabor aus den Armaturen- und Brauseprototypen herausgefiltert wurden, entstanden harmonische Melodien. Klänge, die in den Endprodukten nicht wohlklingend genug waren, werden so zu Ohrwürmern.

Wir haben zum Beispiel ein Drum-Machine-Pattern mit einem Sampler rein aus den Störgeräuschen erstellt. Somit konnten wir aus den Sounds Drum-Elemente bauen wie eine Hi-Hat, eine Snare und eine Kick-Drum. In dem Prozess haben wir die teilweise mehrere Sekunden langen Sounds stark verkürzt und konnten dann einen Rhythmus einspielen", erzählt Kruse. Bei der Produktion sei ihnen wichtig gewesen, eine breite Vielfalt zu kreieren, darunter auch zwei Songs mit Gesang.

White Paper zum Thema

Wofür ein Strahl- und Soundlabor?

Ein starkes Zischen, ein irritierendes Surren, ein heftiges Blubbern – all das sind Töne, die für ein Wohlfühlerlebnis im Badezimmer hinderlich sind. Deshalb arbeitet der Hersteller daran, Störgeräusche, die beim Wasserdurchlauf entstehen, aus den Prototypen seiner Brausen und Armaturen zu filtern. Dabei kommen eine 3-D-Technologie sowie CAD (computer-aided design) zum Einsatz. Die herausgefilterten Geräusche besitzen immer noch einen besonderen Charakter, beschreibt Markus Wöhrle, Leiter der Hansgrohe Strahlforschung - „Wir haben sie quasi wiederaufleben lassen".