Luftschleier UF600 : Lösung gegen Wärmeverluste an Hallentoren
Luftschleier dienen in der Regel dem Trennen von unterschiedlichen Temperaturbereichen bzw. verhindern den Austausch unterschiedlicher Temperaturen bei geöffneten Eingängen bzw. Hallentoren.
- © SystemairSeit mehreren Jahren entwickelt und vertreibt Systemair maßgeschneiderte Luftschleieranlagen. Diese dienen in der Regel dem Trennen von unterschiedlichen Temperaturbereichen oder verhindern den Austausch unterschiedlicher Temperaturen bei geöffneten Eingängen oder Hallentoren. Denn bei Öffnungen mit unterschiedlichen Temperaturparametern, selbst bei ausgeglichenen Druckverhältnissen, tritt in der unteren Torhälfte kalte Luft in den erwärmten Bereich ein, während in der oberen Torhälfte erwärmte Luft in den kalten Bereich entweicht. Je größer die Temperaturdifferenz ist, desto mehr kalte Luft tritt ein, was nicht nur erhöhte Energiekosten nach sich zieht.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat Systemair die Luftschleierserie UF600 entwickelt. Sie ist für unterschiedliche Hallenöffnungen geeignet – ob Rolltore, Sektionaltore, Schnelllauftore oder Falttore, die von LKW, Werk- oder Schienenfahrzeugen frequentiert werden. Die Anlage kann sowohl innerhalb der Halle als auch, vorzugsweise, im Außenbereich vor dem Tor installiert werden.
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Einsatz in der Automobilindustrie
Einen typischen Bedarf gab es auch bei der Griffner Metallveredelung. Mit seiner Spezialisierung auf Oberflächenveredelung von elektrisch leitfähigen Metallen, Pulverbeschichtung als Farbgebung, optische Aufwertung und Decklackierung sowie auf KTL-Lackierung als Grundierung und Korrosionsschutz von Stahl, verzinktem Stahl, Aluminium und Multimetall, ist der Betrieb ein wichtiger Zulieferer unter anderem auch in der Automobil-Industrie. Das Unternehmen mit Sitz der Zentrale in Kärnten, betreibt mehrere Werke, darunter auch in Lebring in der Steiermark.
Betriebsleiter Christian Fauster zeigt sich beim Vorort-Besuch zufrieden, die beste Lösung für den Standort gefunden zu haben: „Die Herausforderung am Standort in Lebring bestand darin, einerseits den Luftzug in der Produktion zur Qualitätssicherung im Zuge der verschiedenen Beschichtungsprozesse zu vermeiden und andererseits die Gesundheit der Mitarbeiter durch Vermeidung von Zugluft und großen Temperaturunterschieden in den kälteren Witterungsperioden zu gewährleisten.“
Der Industriebetrieb sorgt so für stabile Raumkonditionen ohne den Eintrag von ungewünschten Staub- und Schmutzpartikeln, vermeidet Energieverluste durch schwankende Temperaturen bei betriebsbedingten Öffnungen der Tore und schützt vor allem die Gesundheit der Mitarbeitenden.
Schutzbarriere für verschiedenste Anwendungen
Besonders an großen Toranlagen ohne Personenverkehr hat sich die UF600 als wirkungsvoll erwiesen. Kernstück ist ein Doppel-Axialventilatorensystem, das für die jeweilige Torgröße optimiert wird. Die Luft wird dabei angesaugt, in einem Bodenkanal (Druckkammer) komprimiert und anschließend über die gesamte Torbreite vor das Tor gelegt. Mit Ausblasgeschwindigkeiten von bis zu 40 m/s entsteht im Bodenbereich ein kräftiger Impuls – genau dort, wo die Kaltluft am stärksten eindringen würde.
Die UF600 zeichnet sich durch eine langlebige, witterungsbeständige Konstruktion aus. Teile des Energieturms bestehten aus vorverzinktem Stahlblech, Schalldämpfer sind mit Tropfsicken ausgestattet, um Feuchtigkeitseintritt zu vermeiden, und die Ansaugelemente verfügen über ein Groblochgitter zum Schutz vor Fremdkörpern. Der Bodenkanal wird standardmäßig aus 2 mm starkem Baustahl gefertigt und als verlorene Schalung mit umlaufenden, druckstabilen Versteifungsprofilen vorgesehen.
Die verstärkte, mit 10 mm verschweißtem Flachstahl ausgeführte Ausblasdüse ist über verschweißte Knotenbleche mit dem Kanal versteift. Innerhalb der Ausblasdüse sind in gleichmäßigem Abstand Distanzbleche verschweißt, die außerdem für eine gleichmäßige Ausblasgeschwindigkeit sorgen. Der Verbindungsstutzen zum Energieturm sowie die Revisionsluke mit einem, über Inbusschrauben befestigten, 10 mm starken Riffelblechdeckel bestehen aus feuerverzinktem Stahlblech. Diese Standardausführung lässt eine überfahrende Achslast von 7 t zu.
Die Steuerung erfolgt über einen Schaltschrank mit Leistungsschützen für Stern-Dreieck-Schaltung. Neben der manuellen Bedienung ist auch ein Automatikbetrieb per Türkontaktschaltung möglich.