Töchtertag : Wie Bacon Interesse für Gebäudetechnik weckt
Töchtertag der Firmen Bacon und Babak
- © Bacon Gebäudetechnik GmbHDer Trend zeigt nach oben: In den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl weiblicher Lehrlinge im Bereich Technische Zeichnerinnen bei der Gebäudetechnikfirma Bacon um mehr als 20 Prozent gestiegen. Während Absolventinnen der HTL-Gebäudetechnik noch 2020 als „vereinzelte Exoten“ galten, ist heute jede elfte Bewerbung in dieser Fachrichtung weiblich. Auch beim Töchtertag von Bacon und Babak, Firmen der IGO Industries Gruppe, wird diese Entwicklung sichtbar: Waren anfangs nur drei Teilnehmerinnen – zwei davon Töchter von Mitarbeitern – dabei, nahmen im Vorjahr und heuer bereits rund 50 junge Frauen teil. Für die Firmen ein positives Signal – aber kein Grund, sich zurückzulehnen. Denn der entscheidende Hebel liegt in den Pflichtschulen.
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Gerade im Alter von 12 bis 13 Jahren entstehen oft die ersten konkreten Vorstellungen für die eigene Zukunft.Christian Eberherr, IGO Industries
Workshops in Pflichtschulen
„Wir erleben seit vielen Jahren, wie unbekannt die Berufsfelder der Gebäudetechnik besonders bei Mädchen sind", weiß Christian Eberherr, Kompetenzbereich Personal der Gruppe IGO Industries. Daher setze man dort mit gezielten Informationsangeboten an: Mitarbeitende gehen jedes Jahr in rund 15 Pflichtschulen und gestalten dort gemeinsam mit den Lehrkräften Workshops zur Berufsorientierung.
„Gerade im Alter von 12 bis 13 Jahren entstehen oft die ersten konkreten Vorstellungen für die eigene Zukunft. Durch diese Einblicke in die vielfältigen Berufsoptionen kommen gerade Mädchen oft erst auf die Idee, dass Gebäudetechnik ein möglicher Karriereweg für sie sein kann", so Eberherr. Ob daraus tatsächlich eine Ausbildung in der Technik wird, zeige sich oft erst Jahre später – umso wichtiger sei es, die Möglichkeiten sichtbar zu machen.
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Gebäudetechnik: Green Jobs für alle, die gerne tüfteln
Gebäudetechnik umfasst heute viel Planung, Konstruktion, Berechnung und Projektsteuerung – Bereiche, die nicht auf Muskelkraft angewiesen sind. Bei Bacon und Babak stehen dazu Karrierewege offen: von der technischen Zeichnerin über Kalkulation und Planung bis hin zur Projektleiterin – unabhängig vom Ausbildungsweg, ob Lehre, Lehre mit Matura, HTL oder Quereinstieg. Ein Beispiel dafür ist Susanne Schanbacher, Technikerin bei Bacon. Sie startete als technische Zeichnerin und arbeitet heute an Großprojekten – mit Aufgaben von der Planung über BIM-Modellierung bis zur Baustellenkoordination.
„Jugendliche der Generation Z und Alpha wählen verstärkt Berufe, die Sinn stiften, Dynamik bieten und technologische Innovationen nutzen. Smarte Gebäudetechnik hat hier viel zu bieten: Sie reduziert den Energieverbrauch, senkt Emissionen und fördert grüne Energie – wir machen Gebäude klimafit", betont Babak und Bacon Geschäftsführer Thomas Balázs.
Themen wie Abwärmenutzung, die intelligente Verteilung von Energie und die bestmögliche Kombination daraus seien dabei allgegenwärtig. Wenn etwa industrielle Abwärme vorhanden ist, kann diese für benachbarte Wohngebiete genutzt werden, in Krankenhäusern lässt sich Abwärmen aus Wäschereien intelligent weiterverwenden, aber auch aus öffentlichem Abwasser lassen sich Wärme und Kälte gewinnen. „Wir tüfteln und finden die ökologisch wie ökonomisch klügste Lösung, und genau darauf wollen wir Lust machen“, so Balázs.
unge Menschen entscheiden sich nicht aufgrund von Hochglanzkampagnen, sondern aufgrund dessen, was sie sehen und erleben.Thomas Balázs, Bacon Gebäudetechnik
Der Schlüssel zu mehr Frauen in Technik
Auch die positive Resonanz auf den Töchtertag bestätigt diesen Trend: Bereits im Vorjahr nahmen rund 50 Mädchen und junge Frauen in Wien teil. Diese Zahl wurde heuer erneut erreicht, ein Signal für das Interesse an praxisnahen Einblicken in die Berufsfelder der Gebäudetechnik. Für Balázs ist der Wandel hin zu mehr Frauen in technischen Berufen bereits voll im Gange – aber er brauche laufende, konsequente Informationsangebote gerade an den Pflichtschulen und authentische, lebensnahe Einblicke. „Junge Menschen entscheiden sich nicht aufgrund von Hochglanzkampagnen, sondern aufgrund dessen, was sie sehen und erleben. Wenn Technik, als das gezeigt wird, was sie ist – vielfältig, modern und offen –, dann entsteht Veränderung ganz von selbst."