PV auf Nichtwohngebäuden : Warum sollte die Industrie überhaupt noch auf Erneuerbare setzen?

Die EU hat sich auf ein abgeschwächtes Klimaziel für 2040 geeinigt. Zuvor hat die Union mit der Europäischen Gebäuderichtlinie aber durchaus hohe Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden gestellt, die zur Sanierung des Gebäudebestands anspornen sollen. Ab 2030 müssen alle Neubauten emissionsfrei sein, bis 2050 soll der gesamte Gebäudebestand aus Nullemissionsgebäuden bestehen. 

Neben Vorgaben für die Gebäudesanierung ging damit auch quasi eine „Solarpflicht“ einher. Sofern es technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, müssen die Mitgliedstaaten bis 2030 schrittweise Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden und Nichtwohngebäuden – je nach deren Größe – und in allen neuen Wohngebäuden installieren lassen. 

Aber wohin entwickelt sich das Nichtwohngebäude in Österreich aktuell? Was bringt Gewerbe und Handel dazu, ihre Standorte nachhaltig zu betreiben? Sind es Vorschriften oder Anreize? Und: Warum sich eine Investition in Erneuerbare jedenfalls auszahlt.

TGA ist der Sache für „reNEWSable“ auf den Grund gegangen und hat dafür bei Experten von Ledvance, Rexel und DiLT Analytics nachgefragt.

reNEWSable TGA
In reNEWSable gehen Klaus Paukovits und Lena Wechselberger Fragen rund um erneuerbare Energien auf den Grund. - © WEKA Industrie Medien

Vom Licht aufs Dach

⇨ Zur Einordnung des Nichtwohngebäude-Bestands in Österreich war mit Theresa Kohl die CEO von DiLT Analytics, einem Spin-Off des Instituts für Softwaretechnologie der Technischen Universität Graz, im Studio zu Gast. Sie bringt auf den Punkt, welche Verpflichtungen für die Gebäude von Gewerbe und Handel bestehen, was die wirtschaftliche Lage aktuell realistisch hergibt und welche Rolle die Stromerzeugung am eigenen Firmenstandort spielt.

⇨ Warum das Gewerbe auf Photovoltaik am eigenen Dach setzt, wird beim Besuch des frisch eröffneten Rexel-Standorts in Linz sichtbar. Als typischer Logistikbetrieb zeigt der Elektrogroßhändler vor, wie der Eigenverbrauch bestmöglich maximiert werden kann: Die PV-Anlage speist sowohl die klassischen Stromabnehmer innerhalb des Gebäudes, als auch die E-Ladesäulen vor Ort und kann bei Bedarf eingespeichert werden. 

⇨ Noch weiter ins Detail geht es im Gespräch mit Florian Gansterer, Geschäftsführer von Ledvance Österreich. Das Unternehmen hat den Sprung vom Licht auf die Dächer – darunter auch das von Rexel in Linz – gewagt. Er spricht über die Nachfrage von Unternehmenskunden, die aktuelle Situation am PV-Markt und erklärt, warum eigentlich jedes Unternehmen eine PV-Anlage am Dach haben sollte.