Gemeinnützige Stiftung : Zukunft der Herz Unternehmensgruppe geklärt

Gerhard Glinzerer Herz
© Jolly Schwarz

Nach zahlreichen Spekulationen über die Zukunft der österreichischen Herz Gruppe, macht Eigentümer und CEO Gerhard Glinzerer im hauseigenen Magazin des Unternehmens reinen Tisch: Die inzwischen international erfolgreiche Unternehmensgruppe – genauer ihre Holding, die Herz Industries – wurde in eine gemeinnützige Stiftung übertragen. Auf das Tagesgeschäft soll diese Änderungen keine Auswirkungen haben, da die Stiftung nicht operativ tätig ist und sich auf das Halten der Beteiligung an der Gruppe sowie die Verwendung von Dividendenzuflüsse beschränkt. 

„Für die industriellen Aktivitäten von Herz sehe ich diese Maßnahme sehr positiv. Die gesicherte Struktur sollte den Mitarbeitern es ermöglichen, sich vollständig auf ihre Aufgaben zu konzentrieren und Überlegungen, wie es denn mit Herz weitergehen wird, vergessen lassen", schreibt Glinzerer dazu. Gemeinsam mit drei weiteren Personen führt er den Vorstand der Stiftung, dem er vorsitzt. 

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Herz für die Branche

So bleibt auch das Fortbestehen der Gruppe und ihrer Teilbereiche Armaturen, Wärmepumpen und Biomasseanlagen sowie Dämmstoffprodukten und Maschinenbau auf lange Zeit abgesichert. Maßgeblich für die Entscheidung einer Stiftung sei die Absicht gewesen, diese drei Bereiche als Einheit zu erhalten, so Glinzerer. „Aus der Familie gab es keine Nachfolgeoption, ein Verkauf des Ganzen oder in Teilen wäre natürlich möglich gewesen, auch chinesisches Interesse gab es, doch abgesehen von der Tatsache, dass man Geld nicht essen kann, erschien mir diese Variante als nicht adäquat", wie er im Interview der HerzNews verrät. 

Die Stiftung selbst verpflichtet sich in ihren Statuten, die Aus- und Weiterbildung auf allen Gebieten der Gebäudetechnik, insbesondere in der HKLS-Branche, und im Bereich der Baumaterialienerzeugung zu fördern. Genauer sollen die Erträge also an junge Mitarbeitende der Installateur-Kunden von Herz, Lehrlinge, aber auch HTLs, FHs und weitere Institutionen fließen. Außerdem fördert die Stiftung in Not geratene, hilfsbedürftige Menschen, die in diesen Bereichen tätig sind, vor allem im Fall krankheitsbedingter Not.