Daikin-Studie : Österreich: Ein Fünftel hat eine Klimaanlage

General Manager Commercial Gerhard Perschy, General Manager Alexander Springler und Sales Manager Residential Almir Karagic von Daikin Österreich (v.l.n.r.)

General Manager Commercial Gerhard Perschy, General Manager Alexander Springler und Sales Manager Residential Almir Karagic von Daikin Österreich (v.l.n.r.)

- © Daikin

Klimaanlagen wandeln sich in Österreich zunehmend vom Luxusprodukt zur neuen Standardausstattung moderner Wohnräume. Bereits jede*r fünfte Immobilienbesitzer*in verfügt über eine Klimaanlage im Eigenheim, knapp jede sechste Person plant innerhalb der kommenden fünf Jahre die Anschaffung eines Geräts. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach energieeffizienten Lösungen, die Kühlen und Heizen kombinieren. Das zeigt eine aktuelle Studie von Marketagent im Auftrag von Daikin Österreich. Für die österreichweite Erhebung wurden im Frühjahr 2026 Immobilienbesitzer*innen zu ihren Einstellungen gegenüber Klimaanlagen, Energieeffizienz, Wohnkomfort und nachhaltigen Heiz- und Kühlsystemen befragt.

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Hitzewellen treiben den Markt an

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Das Thema Raumklima gewinnt massiv an Bedeutung. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 %) nennt mehr Komfort an heißen Tagen als wichtigsten Grund für die Anschaffung einer Klimaanlage. Fast jede*r Zweite verbindet damit bessere Schlafqualität während Hitzeperioden, 44 Prozent nennen die zunehmenden Hitzewellen als wesentlichen Treiber. „Die Art und Weise, wie in Österreich geheizt und gekühlt wird, verändert sich grundlegend. Was früher als Komfort galt, wird zunehmend zur Voraussetzung für Lebensqualität – insbesondere in urbanen Regionen mit immer mehr Hitzetagen", bestätigt Alexander Springler, General Manager von Daikin Österreich.

Gleichzeitig steigt auch die gesellschaftliche Akzeptanz: 43 Prozent der Österreicher*innen stehen Klimaanlagen positiv gegenüber, weitere 37 Prozent neutral. Bereits 18 Prozent der Befragten haben heute eine Klimaanlage installiert – und sind damit zufrieden: 93 Prozent der Nutzer*innen zeigen sich zufrieden, 62 Prozent davon sogar sehr zufrieden.

Was früher als Komfort galt, wird zunehmend zur Voraussetzung für Lebensqualität – insbesondere in urbanen Regionen mit immer mehr Hitzetagen.
Alexander Springler, Daikin Österreich

Betriebskosten sind häufiger Irrtum

Trotz wachsender Nachfrage bestehen Informationsdefizite: Nur knapp 23 Prozent der Befragten fühlen sich über Klimaanlagen eher gut bis sehr gut informiert. Gleichzeitig verbinden viele mit Klimaanlagen noch immer einen hohen Stromverbrauch: Jede*r Zweite nennt diesen Aspekt spontan im Zusammenhang mit Klimaanlagen.

Diesem Vorbehalt stellt Daikin in der Praxis niedrigere Betriebskosten gegenüber: So liege der monatliche Stromverbrauch eines modernen Klimasystems wie einem Daikin Multisplit-Systems mit einem Außengerät und drei angeschlossenen Innengeräten, je nach Nutzung, typischerweise zwischen rund 120 und 360 kWh pro Sommermonat – laut einer Beispielrechnung entspricht das Kühlkosten von etwa 330 Euro pro Jahr. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage reduzieren sich die Stromkosten deutlich. Viele Menschen würden unterschätzen, wie stark sich die Technologie weiterentwickelt habe, sagt Springler: „Moderne Klimaanlagen arbeiten äußerst energieeffizient, lassen sich intelligent steuern und können insbesondere in Kombination mit Photovoltaik nachhaltig und zu geringen Kosten betrieben werden.“

Positive Faktoren für den Kauf einer Klimaanlage laut Studie

  • leiser Betrieb der Anlage (37 %)
  • einfache Installation und geringer baulicher Aufwand (35 %)
  • niedrige Anschaffungskosten (30 %)
  • Heizfunktion in der Übergangszeit (21 %)
  • Design der Klimageräte / unauffällige Integration in den Wohnraum (17 %)
  • Verwendung eines klimafreundlichen Kältemittels (17 %)
  • smarte Lösungen und die Möglichkeit zur Steuerung via App (15 %)

20.000 Klimageräte in einem Jahr

Das Rekordergebnis von Daikin bei Split-Klimaanlagen im letzten Jahr gibt den Trendvorhersagen recht: 2025 hat das Unternehmen mehr als 20.000 Split-Klima-Außengeräte in Österreich verkauft. Für das Unternehmen ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass moderne Klimasysteme angesichts zunehmend heißer Sommer für viele Haushalte immer mehr zur Notwendigkeit werden. „Gleichzeitig macht unsere Studie deutlich, dass nach wie vor großes Unwissen und ein erheblicher Informationsbedarf rund um moderne Klimalösungen bestehen. Genau darin sehen wir unseren Auftrag: aufzuklären und umfassend zu informieren", betont Almir Karagic, Sales Manager Residential bei Daikin Österreich. Er plädiert außerdem dafür, die Nebensaison für die Planung und Bestellung der Klimaanlage zu nutzen. „In der Hauptsaison stoßen sowohl Geräteverfügbarkeiten als auch Installationskapazitäten häufig an ihre Grenzen."

>> Forschungsprojekt HeinrichBiCool: Kann Begrünung technische Kühlung ersetzen?

2025 hat Daikin mehr als 20.000 Split-Klima-Außengeräte in Österreich verkauft.

- © Daikin

Klimawandel sorgt für Marktwachstum

Der steigende Bedarf an Kühlung ist eng mit dem Klimawandel verbunden: Europa zählt laut dem World Resources Institute zu den sich am schnellsten erwärmenden Kontinenten weltweit. Gleichzeitig zeigen Daten der Europäischen Kommission, dass bislang lediglich rund 20 Prozent der Gebäude in Europa klimatisiert sind – deutlich weniger als etwa in Nordamerika oder Asien.

Auch in Österreich nehmen Hitzetage spürbar zu. Wien verzeichnete 2022 und 2023 jeweils mehr als 30 Hitzetage. Österreich erwärmt sich dabei mehr als doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt: Seit 1900 ist die durchschnittliche Temperatur hierzulande bereits um rund 3,1 Grad Celsius gestiegen, das zeigt der Klimasachstandsbericht. Mit den steigenden Temperaturen wächst im Umkehrschluss auch der Bedarf an Kühlung. Laut einer aktuellen Studie der BOKU Wien dürfte die Zahl der sogenannten Kühlgradtage in Österreich bis 2050 um mehr als 40 Prozent steigen.

Bereits heute sind in Österreich mehr als 400.000 Klimaanlagen in privaten Haushalten im Einsatz. Branchenweit wird für die kommenden Jahre von einem deutlichen Marktwachstum ausgegangen – insbesondere in Ballungsräumen und Ostösterreich.

Kühlung entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor.
Gerhard Perschy, Daikin Österreich

Gewerbe: Kühlung wird zum Wirtschaftsfaktor

Einen höheren Kühlbedarf haben aber längst nicht mehr nur private Haushalte: Auch Unternehmen investieren in Klimatisierungs- und Kühllösungen. Besonders stark wächst die Nachfrage laut Daikin in Hotels, Büroimmobilien, Handel, Logistikzentren und Rechenzentren, wo hohe Temperaturen sowohl den Betrieb als auch technische Infrastruktur belasten. Zugleich ist das Dekarbonisierungspotenzial im Gewerbe- und Industriebereich in den kommenden Jahrzehnten erheblich. Vor allem Rechenzentren zählen aufgrund von Digitalisierung und KI-Anwendungen zu den dynamischsten Wachstumsmärkten im Kühlbereich. 

„Kühlung entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Gebäude, Mitarbeitenden und technische Infrastruktur wirksam vor steigenden Temperaturen zu schützen und gleichzeitig höchste Energieeffizienz sicherzustellen", erklärt Gerhard Perschy, General Manager Commercial Daikin Österreich, die wachsende Nachfrage. In diesem Marktumfeld konnte Daikin seine Position zuletzt stärken und Marktanteile ausbauen: Im Bereich DX-Systeme – also Direct-Expansion-Kühlsysteme (insbesondere die Produktgruppen SkyAir und VRV) für Klimatisierung und Kühlung – hält das Unternehmen laut eigenen Angaben mittlerweile deutlich mehr als 30 Prozent Marktanteil in Österreich.

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