Energiewende

Größte PV-Anlage Österreichs soll 2022 fertig sein

55.000 PV-Module auf 24 Hektar - das sind die harten Zahlen hinter der Klimaschutzmaßnahme des Flughafens Wien-Schwechat. Damit kommt er dem Ziel, einer der ersten Green Airports Europas zu werden, beträchtlich näher.

Im Frühjahr 2022 soll die größte Photovoltaik-Anlage Österreichs mit 55.000 PV-Modulen und einer Leistung von rund 24 Megawattpeak auf einer Fläche von 24 Hektar am Flughafen Wien-Schwechat in Betrieb gehen. Darüber informierten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Staatssekretär Magnus Brunner, Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke sowie die Flughafen-Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger.

Der Klimawandel sei die größte Herausforderung unserer Zeit, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ergänzt: „Dem Klimaschutz kommt deswegen oberste Priorität zu. Darum ist es klar, dass wir die ökologische Transformation beschleunigen müssen. Wir in Niederösterreich können stolz sein, denn wir sind heute die einzige Region in Europa, die ohne Atomstrom und ohne Kohlekraftwerk auskommt und gleichzeitig 100 Prozent ihres Haushaltsstrombedarfs aus erneuerbarer Energie abdeckt.

Klares Signal für nachhaltige Energiezukunft

Der Flughafen gehe mit gutem Beispiel voran, es seien bereits Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt worden und mehrere PV-Anlagen in Betrieb - nun folge mit „Österreichs größter Photovoltaik-Anlage der nächste Schritt“, freut sich die Landeshauptfrau. Auch das Land Niederösterreich habe trotz Corona-Krise die Ziele der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes weiterverfolgt, um die eigenen Klima- und Energieziele 2030 zu erreichen. „Wie etwa die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 36 Prozent, die Verdopplung der Windkraft oder auch die Verzehnfachung der Stromerzeugung durch Photovoltaik“, betont Mikl-Leitner. Staatssekretär Magnus Brunner zeigt sich überzeugt davon, dass Klimaschutz und Wirtschaft Hand in Hand gehen: „Mit der größten Photovoltaikanlage Österreichs und künftig in Summe acht PV-Anlagen setzt der Flughafen ein klares Signal für eine nachhaltige Energiezukunft."

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Sonnenenergie deckt ein Drittel des Jahresstromverbrauchs

Flughafen-Vorstandsdirektor Günther Ofner betonte, dass die Anlage direkt neben der Piste entstehe und dadurch kein wertvoller Boden verbraucht werde. „Künftig werden wir so rund ein Drittel unseres Jahresstromverbrauchs mit Sonnenenergie decken. Unserem Ziel, einer der ersten Green Airports Europas zu werden, der seinen Betrieb CO₂-neutral führt, kommen wir so einen großen Schritt näher“, führt er weiter aus. Flughafen-Vorstandsmitglied Julian Jäger merkt zudem an, dass er neben Photovoltaik, E-Mobilität und neuen Technologien eine große Chance für den Klimaschutz in synthetischen Kraftstoffen sehe.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte, dass „das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) sehr wichtig ist. Dadurch kann der Projektstau abgebaut werden und 550 Millionen Euro werden jetzt in Niederösterreich als Sofortmaßnahme in die Energiewende investiert.“ Er verwies zudem auf erneuerbare Energiegemeinschaften, die durch das EAG nun möglich seien. Es seien laut Pernkopf in Niederösterreich bereits 48.000 PV-Anlagen mit einer Leistung von 500 Megawatt am Netz, was in etwa der Leistung eines üblichen Atomkraftwerks entspreche.