Lexikon

KNX und Abbauleistung: Diese TGA-Begriffe sollten Sie kennen

Wissen Sie was Geofencing ist, wofür der Abflussbeiwert steht und wo die Bacharach-Methode angewendet wird? Im TGA-Lexikon klären wir die Bedeutung der wichtigsten Fachbegriffe aus der Gebäudetechnik- und Sanitär-Branche.

Gebäudetechnik Sanitär Smart Home Lexikon Glossar

Im TGA-Glossar erklären wir die wichtigsten Fachbegriffe aus der Branche.

Viele Begriffe aus Gebäudetechnik und Sanitär-Bereich haben Sie vielleicht schon oft gehört, über die klare Definition haben Sie sich aber noch keine Gedanken gemacht. In unserem TGA-Lexikon finden Sie deshalb die wichtigsten Fachbegriffe mit Kurzerklärung.

Abbauleistung

Der Begriff „Abbauleistung“ kommt vor allem bei der Abwasserklärung zum Einsatz. Er beschreibt die Effektivität der Bakterienpopulation bestimmte Stoffe im Abwasser zu zersetzen, auch Abbauvorgang genannt. Im Klärwerk sind die Bakterien wesentlich für die Reinigung und Aufbereitung des Abwassers zuständig.

Abflussbeiwert

Auch der Abflussbeiwert hat mit Wasser zu tun. Er beschreibt das Verhältnis zwischen Abfluss- und Niederschlagsspende. Da bei Regen Wasser versickert, verdunstet und in Geländemulden gesammelt wird, landet nicht der gesamte Niederschlag im Abfluss. Der Abflussbeiwert ist vor allem für die Berechnung von Regen- und Mischwasserkanälen wichtig. 

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Abbrandrate

Die Abbrandrate beschreibt, wie schnell die Masse eines brennbaren Stoffes verbrennt. Berücksichtigt werden bei der Berechnung der Zeitspanne die Art und Verteilung des Stoffes sowie die Luftzufuhr. Die Abbrandrate gibt somit Auskunft über die Sicherheit von Bauteilen im Brandfall.

Bacharach-Methode

Kleinfeuerungsanlagen dürfen in Deutschland eine Rußzahl von 1 nicht überschreiten. Damit diese Rußzahl ermittelt werden kann, wird die Bacharach-Methode angewendet. Für die Bestimmung werden lediglich ein Papierfilter und eine Farbskala benötigt. Ein bestimmtes Abgasvolumen der Anlage wird durch den Papierfilter gesaugt, auf dem Ruß zurückbleibt. Ein Farbabgleich mit der Skala zeigt den Schwärzungsgrad und damit die Rußzahl. 

Bivalente Trinkwassererwärmung

Bei der bivalenten Trinkwassererwärmung wird das Warmwasser nicht nur über einen Wärmeerzeuger, sondern über zwei erwärmt. Das kann zum Beispiel eine Kombination aus Heizkessel und Solarkollektoren sein. Über zwei verschiedene Heizwendeln kann das Trinkwasser dann erwärmt werden.

Diatherm

Diatherm bedeutet nichts Geringeres als wärmedurchlässig und wird vor allem bei Heizkörpern häufig verwendet. 

Differenzdruck

Der Differenzdruck ergibt sich aus dem Druckunterschied zwischen zwei gegebenen Punkten. Er wird in verschiedenen Industriebereichen mit Differenzdrucksensoren gemessen. Die Druckdifferenz wird mit Differenzdruckschaltern überwacht.

Dreizugkessel

Ein Dreizugkessel sorgt für eine möglichst minimale Verweildauer des Gases im heißesten Bereich des Heizkessels. Dafür wird das Gas erst durch die Brennkammer geleitet, bevor es durch die Rückströmzone wieder in den vorderen Bereich strömt und in den dritten Zug gelangt. Mit diesem Verfahren wird die Stickoxid-Bildung minimiert, der Emissions-Ausstoß sinkt.

Geofencing

Geofencing ist ein Begriff aus dem Smart Home-Bereich. Er beschreibt einen virtuellen Zaun, dessen Übertreten eine bestimmte Aktion auslöst. Hier ein Beispiel: Ein Smart Home-Nutzer zieht im Umkreis von zwei Kilometern einen virtuellen Zaun um sein Haus. Schreitet er von außen in den eingezäunten Bereich, werden im Smart Home die Heizung aktiviert, die Jalousien hochgefahren und die Lichter am Eingangsbereich aktiviert. Verlässt er den eingezäunten Bereich wieder, passiert das Gegenteil.

Grauwasser

Grauwasser ist nicht gleich Abwasser. Als Grauwasser bezeichnet man fäkalienfreies und gering verschmutztes Wasser aus Bädern, Duschen und Waschmaschinen. Es kann durch Aufbereitung auch als Brauch- oder Betriebswasser wiederverwendet werden. 

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