Wärme bis Wallbox : Ökofen bringt Batteriespeicher

Das Gesamtbatteriesystem von Ökofen mit GreenBOX.

Das Gesamtbatteriesystem von Ökofen mit GreenBOX.

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Ökofen steigt in den Stromspeicher-Markt ein. Mit dem in Österreich entwickelten Gesamtsystem bringt das Unternehmen mit Jahresbeginn 2026 Batteriespeicher, Hybrid-Wechselrichter und E-Ladestationen auf den Markt – ergänzt um die GreenBOX, das Energiemanagement für Strom- und Wärmeverbrauch im Haushalt.

Durch seinen Markteintritt in den Strombereich will das Mühlviertler Unternehmen, das eigentlich aus dem Pelletsbereich kommt und sein Portfolio in den letzten Jahren auch um eine Wärmepumpe erweitert hat, zwei Probleme adressieren: die sinkende Einspeisevergütung von PV-Strom und die mangelnde Abstimmung zwischen Strom- und Wärmesystemen im Haus. Was das System von Ökofen ausmacht, ist seine "Wärmeintelligenz". Der Stromspeicher orientiert sich demnach nicht nur an der PV-Anlage und dem Stromverbrauch, sondern berücksichtigt vorausschauend auch den Wärmebedarf im Haushalt.

„Viele Stromspeicher regeln nur nach Stromerzeugung, dabei macht Wärme 60-70 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt aus. Unser Ansatz berücksichtigt beides vorausschauend und verbessert damit Eigenverbrauch und Systemeffizienz", pocht Stefan Ortner, Geschäftsführer von Ökofen, darauf, Wärme und Strom gemeinsam zu denken. 

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Möglich wird der "wärmeintelligente" Betrieb durch die GreenBOX, das Kernelement des neuen Gesamtsystems.

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"Wärmeintelligenz" mit KI

Möglich wird der "wärmeintelligente" Betrieb durch die GreenBOX, das Kernelement des neuen Gesamtsystems, das Batteriespeicher, Wärmepumpe, PV-Anlage und E-Auto-Ladestation miteinander verknüpft und steuert. Dabei werden nicht nur Stromverbrauch und -erzeugung analysiert, sondern auch der Wärmebedarf antizipiert. Genau damit hebe sich die Lösung von Marktbegleitern ab, meint der Ökofen-Geschäftsführer: „Am Markt gibt es nur sehr wenige ganzheitliche Systeme, die Strom- und Wärmeflüsse so eng miteinander verknüpfen. Unser USP liegt genau in dieser Wärmeintelligenz: Wir kombinieren das Strommanagement mit dem Wärmebedarf im Haushalt und ermöglichen dadurch eine vorausschauende, effiziente Nutzung der Energie." Einzigartig sei darüber hinaus, dass das System auch in Verbindung mit Pellets und einem optionalen Elektroheizstab zur PV-Überschussnutzung funktioniere.

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Die GreenBOX – eine reine Eigenentwicklung von Ökofen – nutzt Wetterdaten, Sonnenverlauf, Strombörsenpreise und Verbrauchsprognosen mithilfe KI-gestützter Algorithmen, um Lade- und Entladevorgänge zu steuern. Was die Intelligenz des Systems betrifft, greift das Unternehmen auf Know-how im eigenen Haus zurück. Der zur Wärmepumpenregelung entwickelte GreenMode, verknüpft die Daten mit Batterie und Wärmepumpe. „Das ermöglicht beispielsweise, dass prognostiziert wird, wann die Wärmepumpe am Morgen wie viel Strom benötigen wird. Schon in der Nacht nutzt das System dann günstige Strompreisfenster, um die Batterie gezielt aufzuladen. So läuft die Wärmepumpe zu den teuren Morgenstunden mit günstigem, zuvor gespeichertem Strom – effizient und kostenschonend", erklärt Ortner.

Das Energiemanagement basiert auf derselben in Österreich produzierten Elektronikplattform, die auch in den Heizsystemen von Ökofen eingesetzt wird. „Für die Batteriekomponenten selbst wurde ein bewährter asiatischer Lieferant qualifiziert. Parallel dazu laufen bereits vielversprechende Gespräche mit einem potenziellen europäischen Partner", so Ortner dazu. In Kombination mit der neuen Ökofen Battery von 7,7 bis 30,7 kWh und dem integrierten Hybrid-Wechselrichter von 6 bis 20 kW, entsteht ein System, das alle Hauptverbraucher im Haushalt zentral regelt. Das System ist standardmäßig auch schwarzstart- und notstromfähig.

Wir entwickeln uns nicht weg von Pellets, sondern hin zu einer gesamtheitlichen Betrachtung von Wärme und Strom für jeden Gebäudetyp.
Stefan Ortner, Ökofen

Stefan Ortner, Geschäftsführer Ökofen

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Nicht weg von Pellets

Auf die Frage, ob aus Ökofen langsam technologischen Mischkonzern wird, antwortet Ortner ganz klar: „Unsere Wurzeln liegen bei der Pelletsheizung und das bleibt auch so. Pellets sind und bleiben ein zentraler Baustein der Energiewende, vor allem im ländlichen Raum. Mit der Erweiterung um Wärmepumpen, Stromspeicher und Energiemanagement verfolge Ökofen das Ziel, für jedes Haus die perfekte, ganzheitliche Energielösung anzubieten. In vielen Fällen sei das die Kombination aus Pellets und Sonnenenergie. „Wir entwickeln uns also nicht weg von Pellets, sondern hin zu einer gesamtheitlichen Betrachtung von Wärme und Strom für jeden Gebäudetyp.“

Der Batteriespeicher-Markt entwickelt sich derzeit sehr dynamisch, konkrete Prognosen wären daher reine Spekulation.
Stefan Ortner, Ökofen

Bedienung mit myPelletronic App

Mit dem Ausbau des Portfolios reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage von integrierten Energielösungen. Ökofen spricht insbesondere Kund*innen mit PV-Anlage, Wärmepumpe oder einer Pelletsheizung mit Überschuss-Elektroheizstab an. Das System ist modular aufgebaut, erweiterbar und auch mit bestehenden PV-Anlagen kombinierbar. Für die Visualisierung und Steuerung steht die myPelletronic App zur Verfügung, über die Nutzer*innen ihre Heizung, den wärmeintelligenten Batteriespeicher, sowie die E-Ladestation zentral bedienen können.

Ganz neu ist das Thema Energiespeicher für Ökofen übrigens nicht. Ende 2024 beteiligte sich das Unternehmen gemeinsam mit Sunlumo und Incosc am Joint Venture Voltofy, das auf Batteriespeicherlösungen für Industrie und Gewerbe spezialisiert ist. Fixe Ziele für Marktanteile hat man sich mit dem neuen System bei Ökofen aktuell noch nicht gesetzt, wie Ortner erklärt: „Der Batteriespeicher-Markt entwickelt sich derzeit sehr dynamisch, konkrete Prognosen wären daher reine Spekulation. Für uns steht im Vordergrund, dass wir unseren Kund*innen eine technisch ausgereifte, verlässliche und intelligente Gesamtlösung bieten." Ökofen gehe es darum, Mehrwert in Richtung Energieunabhängigkeit und Effizienz zu ermöglichen, nicht so sehr um kurzfristige Marktanteile.