„Wiener Wasser 2050“ : Wien baut weiter an Trinkwasserbehälter
Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky besucht die Baustelle in Neusiedl.
- © Wiener Wasser / Johannes ZinnerIn Neusiedl am Steinfeld in Niederösterreich laufen die Arbeiten für den Ausbau geschlossenen Trinkwasserbehälters auf Hochtouren. Mehr Wasser zu speichern, ist ein zentraler Schwerpunkt der Trinkwasser-Strategie Wiener Wasser 2050, dem die Stadt ihre Infrastruktur an das Bevölkerungswachstum und den Klimawandel anpasst.
Im Behälter Neusiedl am Steinfeld können in Zukunft rund eine Milliarde Liter Wasser gespeichert werden. Damit entsteht der größte geschlossene Trinkwasserbehälter weltweit. Insgesamt wird der Wasserspeicher um vier weitere Wasserkammern ausgebaut, die erste neue Kammer nimmt bereits Gestalt an. In den vergangenen Monaten wurden umfangreiche Aushubarbeiten in bis zu acht Metern Tiefe durchgeführt und die ersten Bodenplattenteile errichtet. Auf diesen werden bereits die elf Meter hohen Wände und Säulen betoniert, die die Kammerdecke tragen. Norbert Klicha, stellvertretender Betriebsvorstand von Wiener Wasser, dazu: „Die Mitarbeiter*innen auf der Baustelle tragen eine hohe Verantwortung für die Sicherung der Wiener Wasserversorgung. Die tagelangen Temperaturen über 30 Grad und der wochenlang anhaltende Regen verlangen den Beteiligten vieles ab. Trotzdem verlaufen die Arbeiten nach Plan.“
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2 Milliarden Liter Wasser in 31 Wasserbehältern
Der Behälter Neusiedl am Steinfeld wurde in das Gefälle der I. Hochquellenleitung eingebunden. Er besteht aktuell aus vier riesigen Wasserkammern, die derzeit rund 600 Millionen Liter Wasser fassen. Das Hochquellwasser fließt ohne Einsatz von Pumpen durch den Behälter und weiter bis nach Wien.
Die Erweiterung des Speichervolumens erfolgt in zwei Etappen. Bis Ende 2028 wird der Behälter um zwei Kammern ausgebaut. Diese können insgesamt 200 Millionen Liter Wasser speichern. Damit erhöht sich das Speichervolumen nach vier Jahren Bauzeit auf insgesamt 800 Millionen Liter Wasser. Danach ist ein Ausbau um weitere zwei Kammern sowie die Sanierung der aktuell bestehenden Kammern geplant.
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Nach der Fertigstellung beträgt das Speichervolumen im Behälter Neusiedl am Steinfeld rund eine Milliarde Liter Wasser bzw. 1 Million Kubikmeter, was einer Steigerung des Status Quo um rund 70 Prozent entspricht. Um die Größenordnung zu veranschaulichen: 1 Million Kubikmeter entsprechen in etwa einer Fläche eines Fußballfeldes, das 140 Meter hoch mit Wasser gefüllt ist. In dieses Fußballfeld könnte der gesamte Stephansdom hineingesetzt werden. Insgesamt kann Wiener Wasser in seinen 31 Wasserbehältern dann zukünftig rund zwei Milliarden Liter Wasser speichern.