Hybrid versorgtes Schulgebäude : PVT, Erdsonden und Wärmepumpe im Praxiseinsatz
Pilotprojekt am Ammersee: Auf dem Schuldach in Herrsching liefern neue PVT-Kollektoren der TWL-Technologie regenerative Wärme und Strom.
- © Taranis Energie GmbHIn einem Pilotprojekt hat der Hersteller TWL-Technologie seine ersten Prisma PVT-RBX-Module bei einem neu errichteten Gymnasium im deutschen Herrsching am Ammersee installiert. Das Unternehmen hatte die monokristallinen PVT-Module á 450 Watt, die die Abwärme der PV-Module über einen Roll-Bond-Absorber als Quellenergie für Sole-Wärmepumpen nutzen, gemeinsam mit dem Automobilzulieferer Mubea entwickelt. Am Ammersee versorgen sie jetzt zusammen mit 56 Erdsonden, die je 90 Meter in die Tiefe gehen, eine Wärmepumpe in der Heizsaison mit regenerativer Energie. Ab Mai regenerieren die Hybridkollektoren dann das Erdsondenfeld.
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PVT regeneriert Erdsonden
In der Simulation des Projekts durch das TGA-Planungsbüro PKi ergab sich ein Bedarf an 75 Erdsonden, was aus Platzgründen und wegen der Gewässerschutzauflagen jedoch nicht möglich war. Deshalb entschloss man sich, als zweite Umweltquelle für die Wärmepumpe und die Regeneration der Erdsonden eine PVT-Anlage mit 228 Modulen auf dem Dach des Neubaus zu errichten. „Mit 228 installierten RBX-Modulen zählt unser Projekt in Herrsching zu den größeren öffentlichen PVT-Installationen im Schulbereich. Für TWL-Technologie ist das Projekt ein technologischer Meilenstein, da der Prisma PVT-RBX hier in einem großflächigen Verbundsystem eingesetzt wird,“ erklärt Christian Holst, Produktmanager PVT bei TWL-Technologie.
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Dadurch konnte das Erdsondenfeld um ein Viertel auf 56 Sonden reduziert werden. Mit einer elektrischen Gesamtleistung von 103 kWp übernimmt die Anlage außerdem einen relevanten Anteil der Stromerzeugung für den Schulbetrieb. „Weil die Hybridkollektoren die PV-Module kühlen, führt das natürlich auch zu einem höheren Stromertrag“, weiß Florian Rottmayr, Geschäftsführer der Taranis Energie, der das PVT-System montiert hat.
Hybrides Heizsystem aus Wärmepumpe und Gaskessel
Die 290-Kilowatt-Wärmepumpe liefert rund 70 Prozent der Jahres-Heizleistung. 30 Prozent werden von einem 290-Kilowatt-Spitzenlast-Gaskessel abgedeckt, der zusätzlich die Warmwasserversorgung des Schulgebäudes mit Kantine und Duschanlagen mit einer Vorlauftemperatur von bis zu 80 °C übernimmt. Dadurch entsteht ein hybrides Versorgungssystem, das erneuerbare und fossile Energieerzeuger kombiniert. Über Verteiler- und Übergabepunkte wird die erzeugte Energie in die Heizkreise des Gebäudes eingebracht.
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