Belimo : Sieben Grundlagen für gesunde Raumluft

Raumsensoren und Raumbediengeräte von Belimo

Raumsensoren und Raumbediengeräte von Belimo 

- © Belimo

Menschen verbringen circa 90 Prozent ihrer Zeit im Inneren von Gebäuden und atmen pro Tag 12.000 Liter Luft. Dementsprechend wichtig ist es, den starken Einfluss der Raumluftqualität auf unser Wohlbefinden zu verstehen. Aber wie oft machen wir uns Gedanken darüber, welche Auswirkungen die Raumluftqualität (IAQ) auf unsere Produktivität, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit hat?

>>> Fensterlüftung in der Kritik

HLK-Systeme werden häufig mit dem Ziel installiert, das Komfortniveau in einem Gebäude aufrechtzuerhalten. Über die gesundheitlichen Vorteile für die Gebäudenutzer*innen und die Energieeffizienz des Gebäudes ist jedoch meist weniger bekannt. Mithilfe von zentralen raumlufttechnischen Geräten (RLT-Geräten) kann sowohl dem Aspekt Nachhaltigkeit als auch dem Aspekt Raumluftqualität Rechnung getragen werden. Die Schweizer Unternehmensgruppe Belimo bietet dafür eine Reihe innovativer Lösungen zur Optimierung der Überwachung und Regelung von HLK-Systemen und Raumluftqualität an. 

Auf Grundlage seiner Erfahrungen fasst der Experte für Feldgeräte zur energieeffizienten Regelung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, die sieben Grundlagen für gesunde Raumluft zusammen:

Sieben Faktoren für Raumluftqualität

  1. Kontinuierliche und zuverlässige Messung, Anzeige und Überwachung der Raumluftqualität: 
    Für die Überwachung der Luftqualität werden idealerweise Luftfeuchtigkeit, Temperatur, CO₂-Gehalt oder VOC-Konzentration gemessen. Denn schließlich können nur gemessene Größen geregelt werden. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, dass diese Größen mit geeigneten Sensoren gemessen und entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden, wie zum Beispiel Lüften, Luftreinigen oder Befeuchten.
  2. Präzise Luftzufuhr zur Zone und kontrolliertes Abführen der belasteten Luft:
    Jeder Raum sollte genau die Menge an Frischluft erhalten, die er benötigt. In gleicher Weise muss auch die belastete Luft aus dem Raum entfernt werden. Dazu müssen Zonen individuell mit variablem Luftvolumen (VAV) versorgt werden. Zentrale Lüftungsanlagen versorgen in der Regel mehrere Zonen in einem Gebäude mit Luft, daher müssen die Zonen und Räume individuell mit variablem Luftvolumen (VAV) bedient werden. 
  3. Sinnvoll konzipierte Luftverdünnung und Luftströmungsprofile:
    Es ist wichtig, in welcher Weise die in einen Raum eingebrachte Luft den Raum durchströmt und ihn danach wieder verlässt. Im Idealfall strömt Frischluft unverdünnt von unten nach oben an einer Person vorbei und wird danach direkt aus dem Raum extrahiert. Es muss darauf geachtet werden, dass Raumluft nicht mehrfach durch den Raum "gewirbelt" wird, oder sich in bestimmten Zonen des Raums festsetzt. 
  4. Aktive Druckbeaufschlagung von Gebäudehülle und Räumen:
    Unerwünschte Luftströme, die von außen oder von anderen Räumen in eine Zone gelangen, wirken sich negativ auf die Lufthygiene aus. Dies geschieht typischerweise bei nicht korrekt ausbalancierten Luftdruckverhältnissen. Durch den Einsatz von VAV-Reglern für die Zu- und Abluft von Räumen sowie von Differenzdrucksensoren und -reglern werden solche unerwünschten Luftströme verhindert. 
  5. Korrekte Regelung von Temperatur und Feuchte:
    In einer zentralen Lüftungsanlage kann die Zuluft durch Heiz- oder Kühlregister relativ genau auf die gewünschte Temperatur konditioniert werden. Regelkomponenten wie das Belimo Energy Valve sorgen dafür, dass dies nicht nur mit Präzision, sondern auch auf energieeffiziente Weise geschieht. Neben der Temperatur ist die richtige Befeuchtung der Raumluft (40 bis 60 Prozent relative Feuchte) ein grundlegender Faktor für gesunde Raumluft. 
  6. Wirksame Filtration:
    Um zu verhindern, dass Verunreinigungen über die Zuluftkanäle in die Innenräume gelangen, werden in der Lüftungsanlage Filter eingesetzt. Bei Anlagen, in denen ein Teil der Abluft wieder der Zuluft beigemischt wird, wird mithilfe geeigneter Filter einer Verschmutzung zum Beispiel durch infektiöse Mikroben vorgebeugt (z. B. HEPA-Filter H13 nach EN 1822:2009). Für eine effektive Überwachung dieser Filter kommen Drucksensoren und Verfahren dynamischer Luftstrommessung zum Einsatz. 
  7. Angemessene Menge an Aussenluft:
    In vielen Ländern werden inzwischen Standards für die mechanische Lüftung in Gewerbegebäuden und Mindestwerte für die Luftwechselraten empfohlen bzw. verbindlich vorgeschrieben, je nach Art des Gebäudes und Anzahl der Nutzer (z. B. Lüftungsanforderungen nach ASHRAE 62.1). Ein automatisiertes System kann mehr Außenluft zuführen, wenn die durch Verkehr und Industrie verursachte Schadstoffbelastung gering ist, und zu den Mindestlüftungsraten zurückkehren, wenn die Schadstoffbelastung steigt. 

>> Immer up to date mit Meinungen und News aus der Branche sein? Abonnieren Sie unsere Newsletter: Ob wöchentliche Übersicht, Planer*innen-Newsletter oder Sanitär-Trendletter – mit uns bleiben Sie informiert! Hier geht’s zur Anmeldung!

Alles im Blick

HLK-Luftqualitätssensoren von Belimo bieten aber nicht nur genaue Messungen. Architekt*innen profitieren von einem ästhetischen Design, Installateur*innen von einer schnellen Montage, Systemintegrator*innen von der einfachen Inbetriebnahme per Smartphone, und die Nutzer*innen können von einem gesunden Raumklima. Mit oder ohne ePaper-Touch-Display überwachen und steuern sie zahlreiche Parameter, die für den Komfort und die Sicherheit in Innenräumen notwendig sind, darunter Temperatur, Feuchtigkeit und CO₂-Gehalt. Die Raumsensoren und Raumbediengeräte überwachen die Raumluftqualität und lassen sich nahtlos in die bestehende Gebäudeleittechnik integrieren. 

>>> Sommerkondensation: Wie Schimmel im Sommer entsteht