Heizungsmarkt Deutschland 2025 : Wärmepumpe erstmals Nummer eins
Entwicklung des deutschen Heizungsabsatzes von 2015 bis 2025.
- © BDH-AbsatzstatistikZum ersten Mal belegt mit der Wärmepumpe ein erneuerbares Heizsystem den ersten Platz des deutschen Heizungsmarktes. Laut Statistik des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) lag der Absatz von Wärmepumpen zwischen Januar und Juni 2025 bei rund 139.000 Geräten. „Hauseigentümer bevorzugen inzwischen eindeutig die Wärmepumpe“, betont BWP-Geschäftsführer Martin Sabel. Die Mehrheit habe längst verstanden, dass das Heizen mit fossilen Energien klimaschädlich und angesichts der Weltlage mit Risiken hinsichtlich des Preises und der Versorgungssicherheit verbunden sei, so Sabel.
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Die offiziellen Zahlen für Öl- und Gasheizungen liegen anders als die Absatzzahlen der Wärmepumpe noch nicht vor. Gemessen an der Gesamtzahl der insgesamt 296.500 abgesetzten Heizungen ist der Wärmepumpe ihr Siegerplatz unter den Technologien rechnerisch jedoch gewiss. Zudem hätten Aussagen von Herstellern bereits darauf schließen lassen, dass sich der Trend weg von fossilen Heizungen und hin zur Wärmepumpe verfestige, so der Wärmepumpen-Bundesverband.
Insgesamt verzeichnet die deutsche Heizungsindustrie im ersten Halbjahr 2025 aber einen Rückgang der Verkaufszahlen. Nach dem starken Absatzeinbruch 2024 sank der Absatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nochmals um 22 Prozent auf die genannten 296.500 Geräte. Das treffe laut dem Heizungsindustrie-Verband den Markt für öl- und gasbasierte Heizungen besonders. Er sei nach einem bereits schwachen Vorjahr nochmals um bis zu 81 Prozent eingebrochen. Wärmepumpen (plus 55 Prozent) und Biomasseheizungen (plus 42 Prozent) verzeichnen gemessen an den niedrigen Vorjahreszahlen hingegen prozentuale Zuwächse. Doch mit 139.500 verkauften Wärmepumpen bleiben die absoluten Zahlen weiterhin weit unter dem politischen Ziel der deutschen Bundesregierung von 500.000 jährlich installierten Wärmepumpen ab 2024 zurück, kritisiert der Verband abschließend.